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Mönchengladbach
Gladbacher freuen sich auf Job in Harvard

Gladbacher freuen sich auf Job in Harvard
Creative Director Simon Gincberg (l.) und Geschäftsführer Lars Reinartz. Ihre Digitalagentur betreut die "German American Conference" an der Elite-Uni Harvard als Medienpartner. FOTO: Recordbay
Mönchengladbach. Als Angela Merkel vom Internet als "Neuland" sprach, hatte die Vermessung der digitalen Welt längst begonnen. Die Gladbacher Digitalagentur "Recordbay" ist ein Teil davon - und an der US-Elite-Universität Harvard gefragt. Von Andreas Buchbauer

Als die Nachricht eintrifft, sind die Bilder sofort da. Harvard. Elite-Uni. Und Hillary Clinton auf der Gästeliste. Für Simon Gincberg und Lars Reinartz ist klar, dass ihre Reise nach Harvard aufregend werden wird. Reinartz (43) ist Geschäftsführer der in Mönchengladbach gegründeten Digitalagentur "Recordbay", die ihr Hauptquartier in Hardt hat. Simon Gincberg (29) ist dort als "Creative Director" tätig - und ihr Unternehmen steht vor einer spannenden Aufgabe: "Recordbay" ist Medienpartner der "German American Conference", die am 30. und 31. Oktober in Harvard stattfindet. Hillary Clintons Zusage steht zwar noch aus, aber als Gastredner haben hochrangige Experten wie der Ex-CIA und NSA-Direktor Michael Hayden sowie der frühere Weltbank-Präsident Robert Zoellick bereits zugesagt. "Klar, dass wir uns schon wahnsinnig auf Harvard freuen", sagt Gincberg.

Die "German American Conference" bringt deutsche und amerikanische Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft mit Studierenden zusammen. Dabei werden die wichtigsten transatlantischen Herausforderungen der Gegenwart diskutiert - von Fragen der Energiepolitik über Datenschutz in der Post-Snowden-Welt bis hin zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Das Recordbay-Team wird eine Woche vor Ort sein, die gesamte Veranstaltung filmen, Interviews mit den Sprechern aufzeichnen, Logo- und Imagefilme drehen - und zum Abschluss einen Film über die gesamte Veranstaltung erstellen. Mit sechs Mann geht es in die USA. Neben Gincberg und Reinartz sind Recordbay-Mitgründer Christian Behrens (Leiter des Film-Teams), IT-Chef Bernd Braßel, Erik Lorenz (Konzeption) und Marius Schleiminger (Kamera) dabei.

Eingetütet wurde die Zusammenarbeit in Berlin. Dort unterhält "Recordbay" inzwischen ein Büro. Bei einem Abendessen trafen Simon Gincberg und Lars Reinartz einen der Organisatoren der "German American Conference" - und überzeugten. Kurz darauf kam die Zusage. Wer sich mit den beiden unterhält, merkt schnell, weshalb. Gincberg und Reinartz stellen ihre Ideen mit Begeisterung vor und können mitreißen. Angela Merkel sprach von der digitalen Welt als "Neuland", doch die Vermessung von Neuland hat längst begonnen, und "Recordbay" ist ein Teil davon.

Die Agentur hat sich auf digitale Marketing-Konzepte spezialisiert und entwickelt zum Beispiel Apps, Filme und Social-Media-Kampagnen. Zu den Kunden gehören Großkonzerne wie Sony, Lufthansa, Estée Lauder oder Henkel. "Die vergangenen vier, fünf Jahre waren für uns enorm spannend", sagt Lars Reinartz. Alles begann vor fünf Jahren mit einem Wandel: Ursprünglich war die 1999 gegründete "Recordbay" in der Musikbranche tätig, 2010 erfolgte der Umbau zur Digitalagentur. Mittlerweile hat das Unternehmen 35 Festangestellte - und viele neue Ideen für die Zukunft. Über die Musik lernte Simon Gincberg, der es 2008 in der TV-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) in die Top 15 schaffte, die beiden Bay-Gründer Christian Behrens und Lars Reinartz in deren damaligem Tonstudio bei Aufnahmen kennen. Doch DSDS ist lange her, längst lebt der Korschenbroicher sein Leben danach. Er hat Marketing studiert und parallel als Moderator und Synchronsprecher gearbeitet. Seine Erfahrung bringt er jetzt in der Agentur ein - und fiebert mit seinen Gladbacher Kollegen der besonderen USA-Reise zur "German American Conference" entgegen.

Quelle: RP
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