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Mönchengladbach
Gladbacher legte Feuer im Reitstall

Mönchengladbach. Der 37-Jähriger hat gestanden und soll in eine Psychiatrie eingewiesen werden. Von Ruth Wiedner

Keine drei Tage hat es gedauert, und der mutmaßliche Brandstifter vom Zollerhof in Korschenbroich konnte am Dienstagabend in Handschellen abgeführt werden. Der 37 Jahre alte Mönchengladbacher hat die Tat gestanden. Er hatte in der Nacht zum Sonntag auf dem Reiterhof gezündelt. Dabei ging eine Reit- und Futterhalle in Flammen auf. "Wir alle hier sind so erleichtert, dass der Spuk jetzt ein Ende hat", sagte Reitstallbesitzerin Sarah Schmitz. Ihre Sorge war es, dass der Brandstifter an den Tatort zurückkehren würde. Ihre Sorge war berechtigt.

Die 24 Jahre alte Springreiterin, die den Familienbetrieb an der Zollhausstraße am Ortsrand von Korschenbroich leitet, hatte am Dienstagabend einen Unbekannten auf dem Gelände bemerkt. Sie sprach ihn an, fragte nach seinem Namen und nach seinem Ansinnen. "Ich bekam keine Antwort", erzählt sie. Stattdessen zog sich der Unbekannte die Kapuze seines Pullovers ins Gesicht und nahm Reißaus. Weit kam der Mann allerdings nicht: Ihr Vater Udo und noch einige Reiter packten sich den Fremden und übergaben ihn der Polizei. "Er hat die Brandstiftung zugegeben", so die Reitstall-Besitzerin.

Das bestätigte Kreispolizeisprecherin Diane Drawe: "In der polizeilichen Vernehmung gab der 37-Jährige an, Stimmen hätten ihn zu der Tat getrieben." Die Ermittlungen wegen Brandstiftung gegen den Mönchengladbacher dauern noch an. Er wurde gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. "Eine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus ist beantragt, da der 37-Jährige zur Tatzeit nach einem vorläufigen Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen schuldunfähig gewesen sein dürfte", sagte Drawe.

Das Feuer wurde in der Nacht zu Sonntag gelegt. Eine Autofahrerin hatte die Flammen gesehen und um 0.44 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Die rückte mit 65 Einsatzkräften an, die über Stunden im Einsatz waren. "Wir hatten Glück, den Tieren ist nichts passiert", sagt Sarah Schmitz. Zurzeit stehen 58 Pferde auf dem Reiterhof. Allerdings wurde das eingelagerte Winterfutter vernichtet. Sie hofft, dass die Reithalle innerhalb der kommenden zwei Wochen wieder aufgebaut werden kann.

Ob die Brandstiftung in Korschenbroich auch im Zusammenhang mit dem Feuer auf dem Reiterhof in Mönchengladbach-Günhoven von Anfang Oktober steht, ist noch offen. "Die Behörden tauschen sich diesbezüglich aus", war gestern von einem Sprecher der Mönchengladbacher Polizei zu erfahren.

Quelle: RP
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