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Mönchengladbach
Gladbacher planen Wohnviertel in Nachbarstadt

Mönchengladbach. Das Areal der früheren Korschenbroicher Konservenfabrik Böttges wird bebaut - von einem Gladbacher Bauträger. Von Ruth Wiedner-Runo

Früher wurden an der Rheydter Straße in Korschenbroich Dosen abgefüllt, heute soll die Restfläche der einstigen Konservenfabrik Böttges bebaut werden. Auf den 4500 Quadratmetern werden sechs freistehende Mehrfamilienhäuser errichtet. Die eine Hälfte der 36 Einheiten wird als Eigentumswohnungen, die andere Hälfte als Mietwohnungen ausgewiesen. Bauträger und Generalunternehmer Werner Küpper von der Küpper Wohnbau GmbH aus Mönchengladbach spricht von "angenehmem Wohnen in den Sebastianus-Gärten".

Der Baustart ist für Mitte Juli vorgesehen. "Wir warten noch auf die Baugenehmigung", sagt Küpper. Allerdings ist er guter Dinge, dass sie zeitnah erteilt wird. Bis Mitte Juni soll das Areal zunächst geräumt werden. "Die Abrissarbeiten starten aber erst nach Unges Pengste", versichert Renate Segbert gegenüber unserer Redaktion. Die Böttges-Tochter und frühere Grundstücks-Miteigentümerin hat bei allen Plänen nämlich das Korschenbroicher Schützenfest im Blick. Das gilt aber nicht nur für die Vorbereitungsarbeiten. Auch die Namensgebung "Wohnanlage in den Sebastianus-Gärten" hat einen direkten Bezug zu Unges Pengste. "Der Matthias-Hoeren-Platz wird zu Unges Pengste in Korschenbroich zum Zentrum der Welt", sagt Küpper. "Da lag es nahe, sich für den Heiligen Sebastianus als Namensgeber zu entscheiden." In Erkelenz hat Küpper bereits ein ähnliches Viertel mit vier Objekten realisiert. "Das haben wir uns angesehen und waren von der Wohnform, dem Komfort und den Grünzonen überzeugt", sagt Renate Segbert. Eines der sechs Mehrfamilienhäuser bleibt dann auch im Besitz der Eheleute Segbert, drei übernimmt Küpper als Generalunternehmer, eines der mit den Plänen betraute Architekt Fritz Otten und eines ein Bauunternehmer aus Rheindahlen.

"Die Wohnanlage ist gut gelungen", schwärmt Renate Segbert. Sie hat sich im Vorfeld viel Zeit für das Wohnprojekt genommen: "Uns waren Qualität und Optik wichtig. Wir wohnen schließlich direkt gegenüber und freuen uns über einen Blick in die schönen Gärten." Entscheidend war aber auch der Bezug zu ihrem Elternhaus: "Dort hat meine Mutter Christel Böttges bis zu ihrem Tode im Jahre 2011 gelebt."

Die Häuser an der Rheydter Straße 14 und 16 werden - verläuft alles planmäßig - bereits Ende 2018 bezugsfertig sein. Laut Zeitplan werden die vier weiteren Mehrfamilienhäuser - alle mit weißer Wanne - bis Mitte 2019 fertiggestellt. Gebaut wird auf drei Ebenen - zweigeschossig mit Staffelgeschoss.

Quelle: RP
 
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