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Mönchengladbach
Gladbacher stellen erfolgreich in Mailand aus

Mönchengladbach: Gladbacher stellen erfolgreich in Mailand aus
Die Mönchengladbacher Delegation der Firma Trützschler bei der Textilmaschinenmesse in Mailand: Der Stand der Firma ist 1400 Quadratmeter groß und dominiert eine ganze Messehalle. Das Messegeschäft läuft für das Familienunternehmen bisher ausgesprochen gut. FOTO: Angela Rietdorf
Mönchengladbach. In Italien findet derzeit die weltgrößte Textilmaschinenmesse, die ITMA, statt. Auch Unternehmen aus Gladbach stellen dort aus - mit bisher großem Erfolg. Die Hochschule Niederrhein präsentiert dort ihre Projekte. Von Angela Rietdorf

Die gefühlte halbe Stadt befindet sich derzeit in Norditalien: die großen Gladbacher Traditionsunternehmen Trützschler, A. Monforts Textilmaschinen und Reiners + Fürst sind mit beeindruckenden Ständen auf der ITMA, der weltweit größten Messe im Bereich Textilmaschinenbau, vertreten, die Hochschule Niederrhein ist mit Professoren und Studierenden vor Ort und auch Unternehmen wie Textechno, Hersteller von Textilprüfgeräten, stellen hier Klassiker und Innovationen vor.

Zwischen fünfhundert und sechshundert Gladbacher seien auf der Mailänder Messe, meint David Bongartz von der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach. Die WFMG ist ebenfalls mit einer Delegation vor Ort, aber die größte Gruppe stellen die Studierenden des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik. Mehr als zweihundert sind in Mailand, allerdings nicht alle gleichzeitig. "Es sind immer fünfzig vor Ort, die nach zwei Tagen wieder abreisen. Dann kommen die nächsten", erklärt Prof. Andrea Rieschel. Die Hochschule Niederrhein ist ebenfalls mit einem Stand vertreten und wirbt einerseits für ihre englischsprachigen Studiengänge, andererseits für ihre Forschungsprojekte. Die Messe ist der ideale Ort, um Partner für Projekte zu finden oder selbst angesprochen zu werden.

Gegen die Stände der Marktführer aus Mönchengladbach sieht der Hochschulauftritt allerdings verständlicherweise bescheiden aus. Der Stand der Firma Trützschler beispielsweise ist eindrucksvolle 1400 Quadratmeter groß und dominiert eine ganze Messehalle. Der Marktführer setzt damit ein selbstbewusstes Ausrufezeichen. Mit Recht, denn man hat viele Jahre lang alles richtig gemacht. "Der Bekleidungsbereich allgemein wächst, aber die Steigerung der Produktivität war noch stärker als das Wachstum", erklärt Marketingleiter Hermann Selker "Das führt zu einem Verdrängungswettbewerb und den haben wir gewonnen." Trützschler zeigt Innovationen wie die Baumwollreinigungsanlage, die mittels neu entwickelter Sensoren Fremdstoffe in der Baumwolle erkennt und entfernt. "Wir können Daten liefern, die andere gar nicht erfassen können", erklärt Selker. Das Messegeschäft läuft für das Gladbacher Familienunternehmen bisher ausgesprochen erfolgreich.

Die Kunden kommen nicht nur zum Anschauen, sie kaufen auch. Ungewöhnlich gut vertreten sind die Iraner, die traditionell eine starke Textilindustrie haben, aber auch Unternehmen aus Bangladesch, Vietnam, Indonesien oder Mexiko ordern Textilmaschinen "made in Mönchengladbach". Auch das große Traditionsunternehmen A. Monforts Textilmaschinen ist mehr als zufrieden mit der Messe in Mailand. Sie setzen unter anderem - ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsmottos der diesjährigen ITMA - auf energiesparende und umweltschonende Technologie. Für den von ihnen entwickelten Eco-Applicator, ein Minimalauftragsverfahren bei der Färbung, gab es den zweiten Preis beim erstmalig verliehenen Nachhaltigkeitsaward. Eine Produktneuheit, der Spannrahmen Montex, wiederum bietet vollintegrierte Wärmerückgewinnung und Abluftreinigung an. Auch bei Monforts füllen sich die Auftragsbücher rasant. "Wir sind sehr zufrieden", stellt Prokurist Klaus A. Heinrichs fest. Die ITMA im Norden Italiens dauert noch bis Donnerstag.

Quelle: RP
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