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Mönchengladbach
Gladbacher treiben Neubauprojekt in Korschenbroich voran

Mönchengladbach. Das "Broicher Karree" in Bahnhofsnähe soll 2018 fertig sein. 8,5 Millionen Euro werden investiert. Mehrere Gladbacher Firmen sind daran beteiligt. Von Ruth Wiedner-Runo

Gleichmäßig fließt der Beton in die Verschalung der 1230 Quadratmeter großen Baustelle gegenüber des Korschenbroicher Bahnhofes. Damit ist jetzt das Fundament für die Komfortwohnungen im "Broicher Karree" gelegt. "Zwölf Stunden benötigten die Bauarbeiter", beschreibt CQ-Geschäftsführer Mark Tijhuis den Arbeitsvorgang, für den auch die komplette Zufahrt zum Bahnhof gesperrt werden musste. "Das war eine logistische Herausforderung. Es hat aber alles reibungslos geklappt", fasst Tijhuis die Aktion zusammen. CQ steht für "Clever Qualität". Das niederländische Unternehmen CQ-Haus, seit Ende 2014 in Gladbach beheimatet, will die gute Lage Korschenbroichs auch künftig nutzen. Aktuell denkt Tijhuis über Einfamilienhäuser nach, gleiches gilt für Gladbach. Doch er wirbt um Verständnis: "Mehr kann ich noch nicht sagen, die Projekte sind erst in der Vorbereitung."

600 Kubikmeter Beton wurden für die Bodenplatte in Korschenbroich benötigt. Zwölf Lastwagen lieferten im Stunden-Rhythmus. Die flüssige Masse wird mit der Betonpumpe gleichmäßig verteilt. "Jetzt muss das Gebäude schnell wachsen", sagt Tijhuis. Für jedes Geschoss hat der Odenkirchener Rohbauer Lothar Beeck etwa vier Wochen kalkuliert. Geplant sind drei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Ende September soll dann bereits der Richtkranz über dem "Broicher Karree" wehen. Verläuft alles planmäßig, soll der neue Wohnkomplex mit Tiefgarage bereits im März/April 2018 bezugsfertig sein. "Wir haben alles gut durchdacht", versichert auch Projektmanager Thomas Noll vom Korschenbroicher Architekturbüro Baues.

Auf der 1230 Quadratmeter großen Fläche entstehen 26 moderne, lichtdurchflutete und barrierefreie Eigentumswohnungen. Die Vermarktung übernimmt Engel & Völkers. Die Nachfrage ist groß. "Natürlich hätte ich als Investor nichts dagegen, wenn schon alle Wohnungen vergeben wären, doch ein Verkauf von 40 Prozent ist richtig gut", stellt Tijhuis zufrieden fest.

Dort, wo jetzt das "Broicher Karree" entsteht, sorgte für mehr als 15 Jahre ein unansehnliches Rohbaugerippe für Verärgerung. Viele Korschenbroicher sind froh, dass diese Bauruine verschwunden ist. In Teilen des heruntergewirtschafteten Gebäudes war früher die Hosenfabrik Mühlen ansässig. Später wurde das Haus als Theatersaal, Kino und dann als Kneipe genutzt. Zuletzt hatte der frühere Eigentümer, ein Gerüstbauer aus Gladbach, die Bauruine als Baustoff-Lager genutzt.

Quelle: RP
 
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