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"Favour State"
Gladbacher Unternehmen in Datensätzen der "Panama Papers"

Diese Promis stehen unter Verdacht
Diese Promis stehen unter Verdacht FOTO: afp, jr
Mönchengladbach. Die A. Monforts Textilmaschinen hat Stellung zu der Tatsache genommen, dass das Unternehmen – als einziges Gladbacher neben der Stadtsparkasse – in den Datensätzen der "Panama Papers" auftaucht. Die Vorgehensweise, die dazu geführt habe, sei "in jeder Hinsicht legal gewesen", sagte Prokurist Klaus A. Heinrichs. Von Jan Schnettler

Es seien der Firma weder steuerliche Vorteile entstanden – "und dem deutschen Fiskus entstand zu keiner Zeit ein Nachteil". In Verbindung mit der auf den Britischen Jungferninseln ansässigen Favour State Limited wird Monforts in den Dokumenten genannt. Diese habe Monforts 1998 gegründet, 2003 seien alle Anteile an die ABT Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mbH mit Sitz Schwalmstraße, damals auch Sitz von Monforts, veräußert worden. Seit 1998 sei Monforts, seit 2003 ABT zu 50 Prozent mit der Hongkonger Firma Fong's am Joint Venture Monfongs beteiligt. Von 2003 bis 2011 seien Dividendenzahlungen aus der Beteiligung der ABT an dem Joint Venture über Favour State an ABT geflossen.

Reaktionen auf die Veröffentlichung der "Panama Papers"

"Ausschlaggebender Gedanke für die Gründung der Favour State als ,Zwischenholding' war, dass man im Falle einer eventuellen Veräußerung von Joint-Venture-Anteilen diese Abwicklung dann durch eine Gesellschaft außerhalb von China leichter hätte vornehmen können als über chinesische Instanzen", so Heinrichs. Alle Dividendenzahlungen seien offiziell und rechtlich korrekt deklariert und versteuert worden, dies sei der Finanzverwaltung bekanntgegeben und auch geprüft worden. Das Vorgehen sei auch bei Betriebsprüfungen anerkannt worden. 2012 habe man Favour State an Fong's Industries veräußert.

Presse: "Eine Affäre, die uns wohl noch lange beschäftigen wird" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO
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