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Mönchengladbach
Glasfaser kämpft um Netzausbau

Mönchengladbach: Glasfaser kämpft um Netzausbau
So sehen die Glasfaserkabel aus, die im Erdreich verlegt werden. An den Baustellen gab es in der Vergangenheit oftmals Ärger. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Das in die Kritik geratene Unternehmen bessert an den mangelhaften Baustellen nach. In drei Wochen muss alles laut Vereinbarung mit Mags fertig sein. Andernorts wird mit einem Ende der Kooperation gedroht. Von Andreas Gruhn

Im Zuge des Netzausbaus ist die Deutsche Glasfaser gehörig unter Druck geraten - nicht nur in Mönchengladbach haben sich zahlreiche Anwohner und Behörden bei dem Unternehmen beschwert. Auch in Neuss, wo das Unternehmen Teile der Stadt mit einem Glasfaser-Netz ausbaut, häuften sich die Beschwerden. Das Rathaus dort ist äußerst verstimmt über die Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser. Und das ging dort nun sogar soweit, dass die Stadt erwägt, die eigentlich vertraglich besiegelte Kooperation mit der Deutschen Glasfaser zu beenden - dort entscheidet bald der Rat darüber.

So weit ist es in Mönchengladbach nicht. Baulöcher, die auch nachts nicht gesichert und nicht beleuchtet sind, Bordsteine, die zentimeterweit überstehen, Gehwegplatten, die kaputt eingebaut werden - aufgrund solcher Mängel, die auch den Bürgermonitor unserer Redaktion erreichten - steuerten die Stadttochter Mags und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) nach. Ergebnis: Die Nachbesserungsarbeiten sollen in den betroffenen Honschaften Buchholz, Beckrath, Herrath und Wanlo spätestens mit Beginn der Sommerferien abgeschlossen sein. "Die Nachbesserungen laufen und dauern an", sagte gestern Unternehmenssprecherin Gerda Meppelink unserer Redaktion. Dafür seien die Kapazitäten deutlich erhöht und die Kontrollen verschärft worden. Neue Bauabnahmen hat es aber noch nicht gegeben. Erst wenn die Fachleute der Mags feststellen, dass die Baustellen fachgerecht abgeschlossen sind, dann wird es auch neue Baugenehmigungen für weitere Ausbaustufen geben, sagte Mags-Sprecherin Anne Peters-Dresen.

Um Anliegern ihre Baustellen besser zu erklären will die Deutsche Glasfaser zum 1. Juni mit einem neuen "Maßnahmenpaket zur Baukommunikation" beginnen. Das bedeutet, dass Anwohner intensiver als bisher über jeden Bauabschnitt aufgeklärt werden - etwa wenn ein Stück Weg erstmal nur notdürftig wieder verschlossen wird, weil später noch einmal an den Anschlüssen gearbeitet werden müsse. "Das ist übrigens auch im Straßenbau nicht anders", sagt Meppelink. Konkret werden künftig Beschilderungen an den Baustellen erklären, was dort passiert. Straßenzugweise sollen Anwohner per Handzettel informiert werden, es soll eine telefonische Hotline bei Fragen und Ansprechpartner vor Ort an den Baustellen geben, die entsprechende Fragen beantworten können. Entscheidend für den weiteren Netzausbau ist aber die Zeit: Gut drei Wochen bleiben der Deutschen Glasfaser noch laut Vereinbarung mit Mags und WFMG, um Mängel zu beheben. Von neuen Nachfragebündelungen in weiteren Stadtteilen ist gar keine Rede mehr.

Quelle: RP
 
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