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Mönchengladbach
Glasverbot beim Hoppediz-Erwachen des MKV

Mönchengladbach. Auf dem Kapuzinerplatz soll am 11. November die Sicherheit erhöht werden. Die Jecken gehen positiv in die Session. Von Christian Lingen

Immer wieder kommt es bei großen Veranstaltungen zu Verletzungen, weil sich Besucher an Glasscherben schneiden. Das passiert auch im Karneval hin und wieder. Nachdem das absolute Glasverbot in der vergangenen Session an Altweiber auf dem Konstantinplatz in Giesenkirchen gut funktionierte, setzt nun auch der Mönchengladbacher Karnevalsverband das Verbot beim Hoppediz-Erwachen auf dem Kapuzinerplatz um. Wenn am 11. November gegen 18.20 Uhr Hoppediz Josef Amend aus seiner Kiste springt, sind Gläser tabu. Stattdessen wird es Plastikbecher geben.

"Wir wollen damit die Sicherheit erhöhen. In den vergangenen Jahren kamen häufig Menschen auf den Platz, die Flaschen mit hochprozentigem Alkohol mitbrachten. Das möchten wir durch das Glasverbot unterbinden", sagt Chefkarnevalist Bernd Gothe. Hinweisschilder an den Zugängen zum Platz werden darauf aufmerksam machen. Die Plastikbecher, die der MKV bereits 2014 produzieren ließ, werden an den Bierwagen gegen eine Pfandgebühr verkauft. Das Glasverbot ist Teil eines 29-seitigen Sicherheitskonzeptes.

Trotz finanzieller Probleme geht der Mönchengladbacher Karnevalsverband zuversichtlich in die Session. Neben Sponsoren, die neu geworben werden sollen, dient unter anderem eine Anstecknadel der Finanzierung des Veilchendienstagszuges. Sie ist für fünf Euro unter anderem im First-Reisebüro an der Bismarckstraße 23-27 zu haben und zeigt den Gladbacher Wasserturm. "Wir werden künftig jedes Jahr einen solchen Pin mit einem historischen Gebäude herausgeben", kündigt Bernd Gothe an.

Großen Wert legt der MKV-Boss darauf, dass das Sessionsmotto "Gladbach umarmt die Welt" nicht als Aufruf zur Integration verstanden wird. "Jeder in der Stadt soll sich einmal umarmt fühlen", sagt Gothe. Den Jugendkarneval wolle man künftig durch eine intensivere Zusammenarbeit mit Schulen fördern. Außerdem soll es eine Kooperation mit dem Düsseldorfer Karneval geben. Ein Hauptaugenmerk legt der MKV in der neuen Session auf Imagepflege. Durch diverse Aktionen, wie dem Weihnachtsliedersingen auf dem Rheydter Markt, sollen die Mönchengladbacher für den Karneval begeistert werden.

In der Wagenbauhalle seien die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden. So gebe es nun fünf Überwachungskameras. Bei den Zerstörungen der Wagen habe die Polizei zwar einen konkreten Verdacht, könne diesen aber nicht beweisen.

Quelle: RP
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