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Mönchengladbach
GroKo bleibt dabei: Bus-Testphase für die Hindenburgstraße kommt

Mönchengladbach. Mit der deutlichen Mehrheit von CDU und SPD und gegen die Stimmen von Grünen, der FDP und der Linken brachte der Planungs- und Bauausschuss in seiner gestrigen Sitzung die Bus-Testphase für die Hindenburgstraße auf den Weg. Von Dieter Weber

Ein Jahr lang soll geprüft werden, wie der komplette Linienbusverkehr auf Mönchengladbachs Haupteinkaufsstraße funktioniert, wenn die Fahrzeuge nur noch bergauf die Hindenburgstraße und bergab die Steinmetzstraße nutzen.

Die GroKo-Politiker lassen diesen Probebetrieb von einem Fachgutachter begleiten und auswerten. Bereits während der Probephase soll er mehrere Zwischenberichte abgeben. Man brauche ausführliches Datenmaterial, um am Ende die Entscheidung fällen zu können, ob diese Routenführung eine dauerhafte wird, erklärte CDU-Sprecherin Annette Bonin: "Dann werden wir weiter überlegen, wie wir mit der Situation umgehen. Funktioniert diese Lösung, können wir den erworbenen Freiraum städtebaulich anders nutzen." Bereits in den nächsten Wochen wird diese Routenkonstruktion so verarbeitet, dass sie in den neuen Fahrplan kommt. Die Zeit drängt, denn bis zum Jahresende soll das neue Linienkonzept für die Gesamtstadt fertig sein, das dann Teil des Nahverkehrsplanes für Mönchengladbach wird.

Für dieses Linienkonzept müssen Gladbachs Politiker noch grundlegende Entscheidungen treffen. Und die haben viel damit zu tun, ob sie für ein verändertes System mit neuen Buslinien, verlängerten Routen und womöglich einem Zehn-Minuten-Rhythmus in der City Geld ausgeben wollen. Eigentlich geht der Haushaltssanierungsplan von einer Einsparung beim ÖPNV-Angebot von rund 250.000 Euro im Jahr aus. Dies aber würde bedeuten: Mehrere Linien könnten nicht mehr in einem 20- oder 40-Minuten-Takt fahren, sondern würden auf einigen Strecken täglich seltener verkehren.

Die Gutachter haben noch zwei weitere Szenarien entwickelt, die das Linienbusangebot moderat und sogar erheblich verbessern. Der Haken dabei: Das jetzt jährlich rund 14 Millionen Euro teure innerstädtische ÖPNV-System würde sich um rund 1,2 Millionen Euro (moderate Verbesserungen) und 4,4 Millionen Euro (noch leistungsfähiger) verteuern. Das Positive daran: Die Verbindungen zu den Entwicklungsgebieten Nordpark, Regiopark, JHQ, City-Ost und Hügelstraße würden deutlich aufgewertet.

Quelle: RP
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