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Mönchengladbach
Grosses Team geht ins zweite Jahrfünft

Mönchengladbach. Acht Schauspiele, fünf Musikdramen und drei Ballette bringt das Theater in der Spielzeit 2015/16 neu heraus. Mit Beginn der Saison im September steigen die Eintrittspreise. Das Leitungsteam startet die zweite Phase "Theater mit Zukunft". Von Dirk Richerdt

Mit einem Wort Thomas Manns begrüßt Generalintendant Michael Grosse im neuen Spielplanheft die Theaterbesucher: "Das Wort Spielen hat das Theater mit der Kindheit gemein. Es ist die Kindheit der Kunst. Kindheit als Kunst." Das brachte Grosse und die Spartenleiter auf die Idee, das Spielplanheft 2015/16 mit Fotos zu durchschießen, auf denen Künstler und Vorstände jeweils ein kleinformatiges Kinderbild präsentieren, das sie selbst zeigt. Das sorgt für manchen Aha- und Schmunzel-Effekt dadurch, dass die vom Grafikdesigner und Fotografen des Theaters, Matthias Stutte, abgelichteten Bühnenangehörigen oft genau die Haltung imitieren, die sie als kleines Kind auf dem historischen Bild einnahmen. Ab sofort liegen die Hefte (Druckauflage: 30 000) in den Theatern Krefeld und Mönchengladbach und anderswo zur Mitnahme aus.

Nach den musikalischen Vorpremieren (in Krefeld mit zwei "Kino-Sinfonien" auf der Rennbahn, in Mönchengladbach mit der Sommermusik Schloss Rheydt) startet die Saison in Krefeld am 4. September mit Schillers Drama "Kabale und Liebe", inszeniert von Matthias Gehrt. Seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren bringt der Schauspieldirektor erstmals einen "Schiller" auf die Bühnen am Niederrhein. Die Gladbacher bekommen die Inszenierung ab 3. April 2016 zu sehen.

Am Rheydter Haus geht der Vorhang erstmals am 11. September hoch für die Verdi-Oper "Ein Maskenball". Andreas Baesler wird die "politische Oper", so Operndirektor Andreas Wendholz, inszenieren. Als historischer Plot liegt der Oper das Attentat auf den schwedischen König Gustav III. während eines Maskenballs zugrunde.

Musiktheater Dem "Ballo in maschera" folgen vier weitere Neuproduktionen im Musiktheater: "Marlene, Judy, Marilyn" heißt der musikalisch-szenische Abend von Roland Hüve (Skript, Regie), bei dem Marlene Dietrich, Judy Garland und Marilyn Monroe ins Rampenlicht treten und singen (Krefeld, ab 18. September). Die nächste Premiere in Gladbach ist am 24. Oktober mit dem interaktiven Krimi-Musical "Das Geheimnis des Edwin Drood". "In Krefeld läuft das Stück meist vor vollem Haus", berichtet Wendholz. Der Clou: Allabendlich dürfen die Zuschauer darüber abstimmen, wer wohl der Mörder in der Geschichte ist. "Der Rosenkavalier" (Richard Strauss), inszeniert von Mascha Pörzgen, musikalische Leitung: Mihkel Kütson) kommt am 24. Januar 2016 erstmals ins Rheydter Haus. Weitere Neuproduktionen sind die Operette "Frau Luna" von Paul Lincke und schließlich die hochdramatische Emanzipationsoper "Katja Kabanova" von Leo Janáek. Schauspiel Außer "Kabale und Liebe" inszeniert Matthias Gehrt auch "Dogville" (MG, ab 20. Februar '16) und das Flüchtlingsprojekt "Lampedusa" (KR, ab 28. Mai 2016). Eine neue Komödie ist "Mondlicht und Magnolien" von Ron Hutchinson (KR, ab 5. September), eine Hommage an die Traumfabrik Hollywood. Eine weitere trägt den kess-forschen Titel "Frau Müller muss weg" und läuft in Gladbach ab 28. November. An Shakespeare-Nahrung für Fans des großen Elisabethaners ist kein Mangel: "Was ihr wollt" läuft in Rheydt, "Macbeth" in Krefeld. Auch im Studio werden Stücke gespielt, darunter als Uraufführungen "Cavalo de Santo" und "Käfig aus Wasser". Ballett Es gibt drei Neuproduktionen: "Tangonacht plus" von Robert North hat in Gladbach am 2. Oktober Premiere. "Petruschka/Offenbach" wandert in Gegenrichtung nach Krefeld (ab 6. Dezember). Ein neuer Zweiteiler folgt in Krefeld am 20. Februar 2016 mit "Rhapsodie und Rumba". Vorerst nur in Mönchengladbach läuft ab 14. Mai 2016 das Handlungsballett "Eine Frau ohne Namen" mit den Niederrheinischen Sinfonikern.

Die Karten- und Abopreise steigen zwischen 10 und 15 Prozent.

Quelle: RP
 
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