| 17.04 Uhr

Mönchengladbach
Großübung in Günhoven

Massenkarambolage auf der Landstraße: Eine Großübung der Feuerwehr
Massenkarambolage auf der Landstraße: Eine Großübung der Feuerwehr FOTO: Andreas Menne
Mönchengladbach. Während eines Überholvorgangs gerät der Anhänger eines Traktors ins Schwanken und stürzt auf das überholende Auto. Ein nachfolgender Motorradfahrer und zwei weitere Autos können nicht mehr ausweichen und überschlagen sich mehrfach. Sofort wird die 112 alarmiert und nur zehn Minuten später treffen Feuerwehr und Notarzt ein. Von Andreas Menne

Doch keine Bange, es ist nicht wirklich etwas passiert. Es ist eine Großübung der Feuerwache II. In der Realität hängen Menschenleben von ihrer Schnelligkeit und Routiniertheit ab. "Das Szenario wurde hier realistisch nachgestellt. Die Autos sind so angeordnet, dass die Türen sind verkeilt oder durch andere Fahrzeuge verstellt sind”, erklärt Pressesprecher Frank Nießen.

Der Einsatzleiter muss jetzt ganz strukturiert vorgehen. Innerhalb kürzester Zeit verschafft er sich einen Überblick über die Anzahl der Verletzten, deren Gesundheitszustand und die Örtlichkeit. Er plant die Positionierung der Fahrzeuge, denn An- und Abfahrtswege müssen für den schnellen Transport der Verletzten frei bleiben.

Per Funk wird die freiwillige Feuerwehr angefordert, die zusätzliche Ausrüstung wie Zelte und Tragen mitbringt. "Das ist die erste Chaosphase. Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Raum mit 100 Leuten und wollen jedem sofort die Hand schütteln”, beschreibt Übungsaufsicht Jörg Lampe den Gefühlzustand des Einsatzleiters.

Die etwa 140 Einsatzkräfte arbeiten nach der Planung Hand in Hand. Löschmittel werden vorbereitet, Zelte für die Erstversorgung aufgebaut und die Autoinsassen mit Hilfe von Metallschneidern befreit. Alle Beteiligten werden daraufhin mit Anhänge-Karten ausgestattet, auf denen der Verletzungsgrad steht. Nun werden die Verletzten auf die Krankenhäuser verteilt. Ein Poster weist alle Kliniken im Umkeis von 70 Minuten und deren Aufnahmemöglichkeiten aus.

Nachdem ein Kran den Anhänger von dem verkeilten Wagen hebt, kann nach nur etwas mehr als einer Stunde auch der Letzte aus den Auto-Wracks geborgen werden.

Daher zieht Frank Nießen ein vorläufiges Fazit: "Die Übung ist auf den ersten Blick einwandfrei gelaufen.”

Quelle: RP
 
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