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Mönchengladbach
Grüne schicken Zingsheim und Wolkowski in die Landtagswahl

Mönchengladbach: Grüne schicken Zingsheim und Wolkowski in die Landtagswahl
Lena Zingsheim kandidiert im südlichen Wahlbezirk, Boris Wolkowski tritt im Norden der Stadt an für die Grünen. FOTO: Grüne
Mönchengladbach. Vor vier Jahren, bei der letzten Landtagswahl, trat sie gerade erst in die Partei ein, beim nächsten Wahlgang 2017 ist Lena Zingsheim bereits Direktkandidatin der Mönchengladbacher Grünen für den südlichen Wahlbezirk. Von Andreas Gruhn

Die Partei wählte die 22 Jahre alte Lehramtsstudentin gestern Abend bei der Hauptversammlung einstimmig zur Kandidatin für den Wahlkreis Mönchengladbach I. Ebenfalls einstimmig bei einer Enthaltung votierten die rund zwei Dutzend anwesenden Mitglieder für Boris Wolkowski als Kandidat für den nördlichen Wahlkreis.

Wolkowski ist promovierter Jurist und arbeitet als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Bei seiner ersten Kandidatur vor vier Jahren kam Wolkowski im Wahlkreis Mönchengladbach II auf einen Erststimmenanteil von 8,2 Prozent. Im Süden (Mönchengladbach I) holte Hajo Siemes damals 9,2 Prozent. Siemes war 2012 etwa drei Mal so alt wie Zingsheim. Während die Wahl Wolkowskis, stellvertretender Fraktionschef der Grünen im Rat, kaum überrascht, ist Zingsheim politisch kaum in Erscheinung getreten. Die 22-Jährige ist seit dem vergangenen Jahr Sprecherin der Grünen Jugend in und seit dem Rückzug Karl Sasseraths vor wenigen Wochen Mitglied der Bezirksvertretung Süd. Auch wenn die Chancen beider naturgemäß äußerst gering sind in der Direktwahl und sie auf einen guten Platz auf der Landesliste hoffen müssen, betonte der Vorsitzende der NRW-Grünen, Sven Lehmann: "Die Direktkandidaten sind unglaublich wichtig, dass wir vor Ort gut präsent sind." Lehmann forderte dazu auf, Wahlkampf nicht nur in Hochburgen zu machen, "sondern dort, wo man auch die anderen Menschen erreicht. Die Gesellschaft ist unsicher, die Parteienlandschaft massiv in Bewegung."

Für Zingsheim sind junge Themen, Bildungspolitik, Inklusion wichtig, wie sie in ihrer Rede betonte. Man könne gerade als junger Mensch politisch interessiert sein und für Meinungen einstehen. Wolkowski sagte angesichts der AfD: "Der Wahlkampf gewinnt an Trennschärfe, die haben wir zeitweise verloren." Sein Ziel: "Ich möchte in Gladbach bei der Wahl über dem grünen Landesdurchschnitt liegen."

Quelle: RP
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