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Mönchengladbach
Grünfinken-Sterben in Windberg

Mönchengladbach. Mitglieder der Greifvogelhilfe Mönchengladbach haben in den letzten Wochen ein vermehrtes Grünfinkensterben im Bereich Windberg beobachtet. Die Tiere sind an so genannten Trichomonaden erkrankt", sagt Kirsten Hilgers von der Greifvogelhilfe. Von Laura Lotz

Das erkenne man daran, dass die Vögelchen kleine Blasen vor dem Schnabel hätten. "Das Problem ist, dass man die Finken eigentlich nur fangen und zum Tierarzt bringen kann, wenn sie schon sehr schwach sind", sagt sie. Ob man sie dann noch retten könne, hänge oft vom Zufall ab.

Wenn Kirsten Hilgers einen Finken erwischt, bringt sie ihn in die Tierarztpraxis Sudhoff, die auf Vögel spezialisiert ist. Dort sind schon mehrere Grünfinken mit der Trichomonaden-Infektion abgegeben worden.

"Bei denenmachen wir dann einen Rachen- und Kropfabstrich. Dadurch können wir sehen, ob es sich um einen Trichomonadenbefall handelt", sagt Sylvia Urbaniak vom Praxisteam. Wenn der Befall schon weiter fortgeschritten ist, haben die Vögel kleine gelbe Brocken in der Speiseröhre, was zu massiven Schluckbeschwerden führt. Letztlich verhungern die Tiere, weil sie kein Futter mehr aufnehmen können.

Die Trichomonaden werden vor allem von Tauben – auch von Brieftauben – übertragen. Ursache sind meist versumpfte Gewässer. Aber auch die Tränke auf der Terrasse oder jeder andere wilde Teich könnten Auslöser für den Befall sein. Leider könne man nicht viel tun, um den kleinen Finken zu helfen. Sylvia Urbaniak rät, einfach keine Trinkstellen für Vögel anzubieten. Wenn doch, sollte das Wasser in den Vogeltränken täglich gewechselt werden. "Denn auch ein gesunder Vogel könne sich anstecken, wenn er aus derselben Tränke trinkt, wie ein bereits erkrankter. Kürzlich sind in der Praxis Sudhoff auch Fälle aus Duisburg gemeldet worden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.greifvogelhilfe-mg.de oder www.tierarzt-sudhoff.de.

(RP/rl)
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