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Mönchengladbach
GWSG-Razzia: Vorwürfe sollen sehr konkret sein

Korruptionsverdacht: Durchsuchung bei der GWSG in Gladbach
Korruptionsverdacht: Durchsuchung bei der GWSG in Gladbach FOTO: RP
Mönchengladbach. Zeitgleich zu den Durchsuchungen bei der Wohnungsgesellschaft gab es eine Razzia in einem Gladbacher Malerbetrieb. Von Inge Schnettler

Nach der Razzia in den Büroräumen der GWSG hat die städtische Wohnungsgesellschaft gestern den Betrieb wieder aufgenommen. Einige Rechner seien, nachdem die Daten gesichert wurden, bereits wieder zurück im Gebäude am Berliner Platz. Das berichtete gestern Oberstaatsanwalt Lothar Gathen. "Die anonyme Anzeige, die wir erhalten haben, war mit Unterlagen gespickt", sagte er. Es habe sich eine Vielzahl von konkreten Vorwürfen ergeben, "sonst hätte es die Durchsuchung in diesem Umfang nicht gegeben. Ohne Anfangsverdacht dürfen wir nicht tätig werden." Die Daten der beschlagnahmten Rechner, Akten und Unterlagen werden nun ausgewertet. Wieweit die Vorwürfe zuträfen, könne derzeit noch nicht beurteilt werden.

Zeitgleich mit der Durchsuchungsaktion in den Räumen der GWSG hat es eine Razzia in einem Gladbacher Malerbetrieb gegeben. Das bestätigte der Oberstaatsanwalt. "Wir mussten der Vermutung nachgehen, dass sich in dem Betrieb Beweismittel befinden", sagte Gathen. Zwischen der GWSG und dem Malerbetrieb habe eine Geschäftsbeziehung bestanden. "Es handelt sich bei dieser Durchsuchung allerdings um eine andere Rechtsgrundlage. Es besteht zur Zeit kein Anfangsverdacht."

Wie lange die Untersuchungen andauern werden, darüber konnte Oberstaatsanwalt Gathen gestern nichts Konkretes sagen. "Nur den konkreten Vorwürfen können wir direkt nachgehen." Wie lange sich das Verfahren hinziehen wird, hänge auch davon ab, wie sich die Beschuldigten verhalten.

Dem Geschäftsführer der GWSG, Armin Maaßen, war es gestern ein Anliegen, zu betonen, dass es in der Sache ausschließlich um ihn gehe. "Meine Mitarbeiter haben damit nichts zu tun." Er selbst sei an der Aufklärung der Vorwürfe interessiert, werde sich - nach Absprache mit seinen Rechtsanwälten - aber derzeit nicht äußern. Nur so viel sagte Maaßen: "Es ist eine ganz, ganz hässliche Situation."

Quelle: RP
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