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Mönchengladbach
Häftlinge sind von Gladbach nach Willich gezogen

Mönchengladbach. Schon 2014 wurde es beschlossen: Die Untersuchungsgefängnisse Mönchengladbach (128 Plätze) und Krefeld (72 Plätze) werden geschlossen. Beide sind Zweigstellen der JVA Willich-Anrath. Gestern zog der letzte Untersuchungshäftling aus dem Mönchengladbacher Gefängnis hinter dem Landgericht aus. Wie alle anderen sitzt er nun in einer Willicher Zelle.

Zur Vorgeschichte: Es gibt weniger Häftlinge und deshalb ein Überangebot an Haftplätzen in NRW. Wie Justizminister Thomas Kutschaty 2014 berichtete, gibt es landesweit 19 000 Haftplätze. Benötigt würden aber nur 16 000 Plätze. Deshalb wurde geplant, den Strafvollzug zu konzentrieren. Was mit dem in die Jahre gekommenen Gefängnis an der Scharnhorststraße geschieht, ist unklar. Die Justizbehörden würden das Gebäude am liebsten abreißen lassen und an selber Stelle neu bauen. In einen Neubau würden Staatsanwaltschaft und Arbeitsgericht ziehen. Das Landgericht, das unter Denkmalschutz steht, bleibt erhalten. In Willich soll das alte, über 100 Jahre alte Gefängnis durch zwei neue Hafthäuser ersetzt werden. Der Neubau soll rund 200 Millionen Euro kosten.

(kru/gap)
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