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Mönchengladbach
Haimüller – der neue Chef in der Kfz-Stelle
Mönchengladbach: Haimüller – der neue Chef in der Kfz-Stelle
Achim Haimüller ist der neue Chef des Straßenverkehrsamtes. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Er buchstabiert seinen Namen: "Mit a und i – wie Hai." Doch Achim Haimüller (51) will nicht der Hai sein, der Autofahrer oder Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt frisst. Von O.e. Schütz

Im Gegenteil: Kundenorientierung, Service für den Bürger und sehr motivierte Mitarbeiter sind die Leitlinien des neuen Chefs, der in den vergangenen drei Jahren den Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KOS) aufgebaut hat. Sehr motivierte und engagierte Mitarbeiter habe er in den ersten eineinhalb Wochen schon erlebt – "trotz einer gewissen Verunsicherung meiner Leute durch die schlechte Meinung in der Öffentlichkeit über unser Amt".

Die Führerschein- und Zulassungsstelle der Stadtverwaltung, im Volksmund Straßenverkehrsamt genannt, hat einiges abbekommen an Unmut. Manches zu Unrecht, meint Achim Haimüller, der diplomierte Verwaltungswirt. Doch Raum für Verbesserungen, für Optimierung, ist zweifellos da. Und daran wird fleißig gearbeitet. Es gibt Änderungen, nicht nur organisatorisch. Es wird umgebaut und erweitert an der Rheinstraße.

Es gibt künftig die vier "Back-Offices" direkt auf der Ebene der Anmeldeschalter. Das sind keine Backstuben, sondern Büros, wo Papiere im Hintergrund nachbearbeitet werden, wenn der Bürger gegangen ist. Und von wo aus Mitarbeiter einspringen können, wenn es an den Schaltern draußen mal klemmt. "Wir wollen hin zum Einheitssachbearbeiter rund ums Auto, der alles macht: Zulassung, Abmeldung, Ummeldung, die Bearbeitung der oft komplizierten Reimporte bis zur Umschreibung des Führerscheins", sagt Haimüller.

Alles steht unter dem Gedanken, dem Bürger guten Service zu bieten. Die Öffnungszeiten ("Es wird abends keiner mehr unbedient nach Hause geschickt, wenn er seine Wartenummer hat") sind schon länger kundenfreundlicher geworden. Am Informations-Schalter beim Eingang wird geprüft, ob der Kunde alle Unterlagen dabei hat, werden die Wartenummern ausgegeben. Im Warteraum gibt es ein Fernsehgerät zur Verkürzung der Zeit. Und eine Webcam, die per Internet zeigt, welche Nummer gerade auf der Warteliste vorne steht. "Da kann man also noch mal etwas erledigen und sich etwa per Handy informieren, wann man ungefähr an der Reihe ist", sagt Haimüller.

Überhaupt: Internet. Auf der Seite der Stadt (www.moenchengladbach.de) kann jeder einen Termin in Führerschein- und Zulassungsstelle der Stadtverwaltung buchen und den Formularkram schon erledigen. "Dann wird man hier an zwei eigenen Schaltern punktgenau bedient und ist nach ein paar Minuten fertig", verspricht Haimüller. Autoanmeldung als Erlebnis statt ärgerlicher Pflicht also.

Quelle: RP
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