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Mönchengladbach
Handwerkskammer bespricht die Aufgaben der Zukunft

Mönchengladbach. Alle zwölf im vergangenen Jahr gewählten Obermeister der insgesamt 251 Innungen des Handwerkskammer-Bezirks Düsseldorf hatte dessen Präsident Andreas Ehlert jüngst zum Kennenlerngespräch und Erfahrungsaustausch eingeladen. Der Bitte folgten daher auch zwei neue Innungs-Chefs aus Mönchengladbach: Fleischermeister Josef Baumanns für die örtliche Fleischer-Innung und Marco Bönnen für die Maler- und Lackiererinnung Mönchengladbach.

Seinen Dank an das ehrenamtliche Engagement der Spitzenrepräsentanten verband Ehlert mit einem informativen Überblick zu den dringenden Themen des Handwerks. An vorderster Stelle: Der drohende Einfahrstopp für Dieselfahrzeuge in die Innenstädte. "Die Hersteller und die Politik sind in der Pflicht, nicht das Handwerk", fasste Ehlert die Meinung des Kammerbezirks Düsseldorf zusammen. Zudem äußerte er sich zu den Herausforderungen der Digitalisierung. Das Handwerk sei ein Wirtschaftsbereich, der auf individuelle Problemlösung und Fertigung spezialisiert ist. Daher könne und werde sich das Handwerk "in seinen betrieblichen Abläufen, bei kooperativen Projekten etwa am Bau und an der Schnittstelle zu Lieferanten und im Zusammenwirken mit dem Kunden stark profitieren". Diskutiert wurde zudem der Austausch über unterschiedliche Praktiken bei der Verfolgung von Schwarzarbeitsdelikten durch die Kommunen.

Außerdem wurden Möglichkeiten erörtert, wie man das Handwerk als attraktive Berufsperspektive für Schüler aufstellen und präsentieren könne. Dabei kam man zu dem Schluss, dass ungewöhnliche und mutige Wege gefragt seien. Dazu zählten eine massive Präsenz an den Schulen, Strategien für die sozialen Netzwerke und eine hohe Wertschätzung für die Anliegen der jungen Generation. Nur so könne sich in Zukunft eine ausreichende Zahl interessierter, motivierter und begabter junger Köpfe für eine Ausbildung im Handwerk gewinnen lassen.

Viel Zuspruch erfuhr die Neuausrichtung der Imagekampagne des Gesamthandwerks - diese müsse jedoch noch stärker um positive Beispiele von erfolgreichen Unternehmen der Branchengruppe ergänzt werden. Ehlert sicherte schließlich den neuen Innungschefs kurze Wege und die Unterstützung der Handwerkskammer in allen anstehenden Fragen zu.

Quelle: RP
 
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