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Mönchengladbach
Schoutz tritt aus der AfD aus

Hans Werner Schoutz tritt aus der AfD aus
Hans Werner Schoutz hat seine Ämter als Sprecher des AfD-Bezirksverbandes in Düsseldorf und als Beisitzer des Kreisverbandes Mönchengladbach niedergelegt FOTO: Lothar Drechsel
Mönchengladbach. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist ab Montag nicht mehr im Stadtrat vertreten: Hans Werner Schoutz hat für den 20. Juli seinen Austritt aus der Partei erklärt und seine Ämter als Sprecher des AfD-Bezirksverbandes in Düsseldorf und als Beisitzer des Kreisverbandes Mönchengladbach niedergelegt. Von Dieter Weber

Als Gründe nennt der 66-Jährige: die "inakzeptablen" Ergebnisse des Bundesparteitags, die neue politische Ausrichtung der AfD und den Stil des Umgangs mit Mitgliedern.

"Den insbesondere vom Landessprecher NRW und der neuen Bundessprecherin Frauke Petry vorgezeichneten neuen Weg der AfD will ich nicht mitgehen. Da bleibt mir als Mitbegründer der Alternative für Deutschland nur der Austritt", sagt er. Schoutz behält sein Ratsmandat und wird als parteiloses Mitglied in der Bezirksvertretung Süd bleiben. "Sollte der ehemalige Parteichef Bernd Lucke eine neue Partei gründen, die die Ursprungsziele der AfD als Partei der Mitte und der volkswirtschaftlichen Vernunft vertritt und keine Denkverbote verhängt, werde ich mir das gut anschauen", sagte Schoutz auf Anfrage. Er war vor seinem AfD-Engagement drei Jahrzehnte lang Mitglied der CDU und saß für sie zehn Jahre im Rat.

Wie Schoutz erklärte, werde auch der Sprecher des AfD-Kreisverbandes, Stefan Rombey, sein Amt niederlegen und austreten. Schoutz: "In den vergangenen Tagen haben weitere Mitglieder aus Gladbach die Partei verlassen. Andere beobachten die Entwicklung und schließen einen Austritt nicht aus." Nach seinen Angaben hat die AfD in der Stadt knapp 50 Mitglieder.

(rp)
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