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Mönchengladbach
Hauptbahnhof: Bau der Radstation beginnt

Mönchengladbach. Das Zweirad-Parkhaus soll Ende 2016 fertig sein - der Auftakt zur Umgestaltung des Platzes der Republik.

Der Bau der neuen Radstation hinter dem Mönchengladbacher Hauptbahnhof hat begonnen. Derzeit wird die Baustelle am Platz der Republik eingerichtet, dazu gehört unter anderem eine Baustellenzufahrt, außerdem wird in Kürze ein Bauzaun aufgestellt. Das teilte die Stadt gestern mit. Die eingeschossige Radstation nach Rheydter Vorbild wird direkt am hinteren Ausgang des Bahnhofs gebaut und soll Platz für 666 Fahrräder bieten. Ende des Jahres soll der Bau fertig sein, hieß es. Die Station wird vom Bahnhof aus gesehen auf der linken Seite des Ausgangs gebaut.

Bis dahin bedeutet das für Fahrradfahrer, dass sie sich umgewöhnen müssen. Die bisherigen Fahrradständer an der Stelle können ab sofort nicht mehr genutzt werden, dafür sind bereits neue Fahrradbügel als Ersatz an der Straßenseite des Platzes aufgestellt worden, die nun genutzt werden können, hieß es. Aber auch Autofahrer müssen sich umstellen. Die bisherigen Parkplätze direkt auf Seite des Bahnhofsausgangs am Platz der Republik fallen dann weg. Es bleiben zwei Behindertenstellplätze, zwei für Bedienstete und die Haltemöglichkeit für Taxen bestehen.

Die Fahrradstation bietet nicht nur ein sicheres Parkhaus für Zweiräder, sondern auch verschiedene Dienstleistungen rund um das Fahrrad wie Reinigung, Codierung gegen Diebstahl und Wartung. Außerdem wird es dort einen Fahrradverleih geben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,15 Millionen Euro, von denen 750.000 Euro als Förderzuschuss vom Land erwartet werden. Betrieben werden soll die Radstation wie in Rheydt von der Diakonie im Zusammenhang mit einem Sozialprojekt. Die Gebühren betragen 70 Cent pro Tag, sieben Euro im Monat und 70 Euro im Jahr. Die Radstation soll über einen Chip 24 Stunden am Tag genutzt werden können.

Mit dem Bau der Radstation endet ein langes Hin und Her zwischen Stadt und Bahn. Lange fanden die Planer der Stadt mit der Deutschen Bahn keine gemeinsame Lösung für einen Standort. Nach mehr als 70 Gesprächen beider Seiten zog die Stadt im November 2014 die Reißleine und plante die Station auf städtischem Grund am Platz der Republik, um nicht die Landesförderung zu gefährden. Eigentlich sollte der Bau bereits im Sommer des vergangenen Jahres begonnen werden, verzögerte sich aber immer weiter.

Durch die Radstation soll der Bereich auch aufgewertet werden. Das ganze Areal hinter dem Hauptbahnhof soll umgestaltet werden, um Ankommenden ein sichereres und gepflegteres Erscheinungsbild zu bieten, als es der Platz der Republik derzeit abgibt. Der Verkehr soll anders gelenkt werden, Fernbushaltestellen sollen eingerichtet, mehr Grünflächen eingeplant werden. Die Junge Union forderte zuletzt Videoüberwachung auf dem Areal. Die Überplanung werde im Rahmenplan City Ost geschehen - und dies werde langfristiger dauern, hieß es zuletzt bei der Stadt.

(angr)
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