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Mönchengladbach
Hauptschule Stadtmitte steht vor einer ungewissen Zukunft

Mönchengladbach: Hauptschule Stadtmitte steht vor einer ungewissen Zukunft
Schulleiterin Angelika Bürsing (Bildmitte) mit Schülern der Katholischen Hauptschule Stadtmitte beim gemeinsamen Weckmannessen. FOTO: Simone Krakau
Mönchengladbach. Dass die Schule auslaufen wird, ist beschlossene Sache. Leiterin Angelika Bürsing hofft auf eine Verlängerung für ein weiteres Schuljahr. Von Simone Krakau

"Wir wissen immer noch nicht, wie es nun mit uns als Schule weitergeht", sagt Angelika Bürsing. Dass die von ihr geleitete Katholische Hauptschule Stadtmitte an der Aachener Straße irgendwann auslaufen wird, ist klar, unklar ist hingegen der Zeitpunkt. Das Horrorszenario: Das Ende käme bereits im Sommer 2018. "Sollte dies eintreffen, können viele Schüler hier nicht mehr ihren Abschluss machen", sagt Bürsing. "Das wäre eine Schande." Derzeit gibt es nämlich noch zwei neunte Klassen, die davon betroffen wären. Aber auch die drei so genannten Seiteneinstiegsklassen wären von einer frühzeitigen Schließung schwer beeinträchtigt.

Kinder aus Zuwandererfamilien, die nicht in Deutschland eingeschult wurden und keine oder geringe Deutschkenntnisse haben, werden dort in kleinen Gruppen unterrichtet. Sie lernen die ihnen noch unbekannte Sprache, nehmen aber auch in musischen Fächern am Regelunterricht teil. Nur was passiert nach der Schließung mit diesen Klassen? "Das ist leider auch unklar", so Bürsing. "Die Stadt sprach von Containern, die für den Unterricht der Seiteneinsteiger aufgestellt werden sollen. Wir haben doch aber hier die besten Möglichkeiten - wieso sollte man diese nicht nutzen?"

Auch wenn die Tatsache, dass die Schule sich im Auslauf befindet, im Kollegium, bei Schülern und Eltern nicht auf Begeisterung treffe, werde doch von allen Seiten aus versucht, das Beste aus der Situation zu machen. "Doch wenn es schon ein Ende geben muss, soll es wenigstens ein sinnvolles sein", sagt die Schulleiterin. "Eine Standortverlängerung bis zum Ende des Schuljahres 2018/2019 ist für mich die einzige sinnvolle Lösung." Sie hofft, dass Stadt und Politik zur Einsicht gelangen, dass dies der richtige Weg sei: "Spätestens zum nächsten Halbjahreszeugnis brauchen wir Klarheit."

Quelle: RP
 
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