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Mönchengladbach
Heinz Laufs zeigt Malerei, Fotografie und Skulpturen

Mönchengladbach: Heinz Laufs zeigt Malerei, Fotografie und Skulpturen
Der Künstler Heinz Laufs in seiner Ausstellung FOTO: Reichartz
Mönchengladbach. Fast hätte man vor lauter Besuchern die Kunst nicht gesehen - aber besser kann es für einen Künstler und die Galeristen bei der Eröffnung einer Ausstellung nicht laufen. Karl-Heinz Laufs, 1953 in Erkelenz geboren, ist der derzeit ausstellende Gast im Kunstraum No.10. Der Titel der Präsentation lautet "Einschnitte". Es ist eine erstaunliche Ausstellung. Kannte man Laufs bislang vor allem als Bildhauer, der sich mit Architektur im weitesten Sinne befasste, so lernt man ihn jetzt auch als Maler und Fotografen kennen. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Lange hatte die Fotografie für ihn nur eine "dienende Funktion" - als Ersatz für eine Skizze. Seit einigen Jahren ist sie eigenständig. Laufs unternimmt regelrechte Fotoreisen, meist zu Ausstellungen. Von dort bringt er die Fotografien mit. Im Fokus stehen Strukturen von Fassaden, Farbkomposition von beispielsweise Fußböden und immer wieder die Kunst von Kollegen. "Die Dinge neu sehen" - so fasst Laufs seine Idee zu Fotografie zusammen.

Auch gemalt hat er schon immer, dieses Genre nun aber neu entdeckt. Laufs, der gerne mit Materialien und Werkzeugen experimentiert, malt zum Beispiel auf Schalbretter Räume. Die Strukturen ergeben sich dann wie von selbst.

Mengenmäßig überwiegen aber die Skulpturen. Und wenn man diese im Zusammenspiel mit den Fotografien und der Malerei betrachtet, so wird deutlich, dass "Einschnitte" das verbindende Element der drei Werkgruppen sind: Einschnitte im Sinne von horizontalen Linien, die alle Kompositionen bestimmen.

Laufs Skulpturen befassen sich mit der Annäherung an das Haus. Eine klare, reduzierte Form, Öffnungen, Andeutungen von Räumen und ein Dach kennzeichnen die Skulpturen. Und manchmal waren sie sogar einmal Teile von Hauskonstruktionen. Da gibt es die kleine Bronzearbeit, die "zu 30 Prozent von Laufs und zu 70 Prozent von einem Zimmermann" ist, der vor 300 Jahren einen Balken für ein Haus zugeschnitten hat. Diesen Schnitten fügte der Bildhauer neue hinzu und ließ den Balken in Bronze gießen.

"Einschnitte" ist an der Matthiasstraße 10 bis 10. Dezember freitags von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
 
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