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Mönchengladbach
Heiraten an besonderen Orten? Bei uns (noch) nicht!

Mönchengladbach: Heiraten an besonderen Orten? Bei uns (noch) nicht!
Hochzeitsfoto auf dem Mönchengladbacher Flughafen - das ist doch mal etwas ganz anderes. Vielleicht kann bald im Hangar geheiratet werden. FOTO: Hütz
Mönchengladbach. An einer Hand lassen sich die Räume abzählen, in denen sich Brautleute in Gladbach das Ja-Wort geben können. Andere Städte haben da mehr Phantasie. Von Inge Schnettler

Auf Schalke kann geheiratet werden - in der Event-Loge mit Blick ins Stadion. Ein außergewöhnliches Ambiente für die Trauung bietet in Wuppertal die Schwebebahn. Im historischen Kaiserwagen werden Paare während der einstündigen Fahrt durch die Stadt getraut. Im Duisburger Zoo werden das Elefantenhaus, das Delfinarium, das Aquarium und der Chinesische Garten für standesamtliche Trauungen angeboten. In Düsseldorf können Paare auf dem Rhein schippernd heiraten. In Grevenbroich steht das Schloss Hilchenrath für die Trauungszeremonie zur Verfügung, in Bochum das Deutsche Bergbau-Museum und das Planetarium. Zusätzlich bieten die Städte natürlich auch immer die Trauzimmer der Rathäuser an.

Und in Mönchengladbach? Da gibt es die Trauzimmer in den beiden Rathäusern und - zu besonderen Terminen - der Rittersaal im Schloss Rheydt, das Museum Abteiberg und seit kurzem das Haus Erholung. Dabei wären so viele andere schöne Orte für eine standesamtliche Trauung denkbar: Das Stadion der Borussia oder die VIP-Halle im benachbarten Sparkassenpark etwa, aber auch der Wasserturm, der Wickrather Schlosspark, die Hehner Grotten, der Tierpark in Odenkirchen, das Wickrather Kunstwerk oder der neue Rheydter Marktplatz böten ein schönes Ambiente. Heiraten auf dem Bauernhof ginge sicher genau so gut wie die Trauung auf einem Reiterhof. Warum nicht?

Im Wasserturm heiraten? Ganz oben mit einem herrlichen Blick über die Stadt! Warum eigentlich nicht? FOTO: Theo Titz

"Die Trauung an einem besonderen Ort wäre auf jeden Fall teurer als die in einem der Standesämter und müsste mit einer Zusatzgebühr belegt werden", sagt der städtische Pressesprecher Dirk Rütten. Außerdem müsste die Stadt mehr Personal zur Verfügung stellen. "Und - der Rahmen müsste auf jeden Fall angemessen sein", sagt Rütten. Eine Pferdebox für die Trauung oder ein Jäger-Hochsitz wären für ihn nicht vorstellbar. Allerdings kämen immer wieder Anfragen von Gastronomen, die ihre Räume gern für standesamtliche Trauungen zur Verfügung stellen würden.

Einer von ihnen ist Thorsten Neumann. Der Geschäftsführer des Event-Caterers Noi! und Betreiber des Hugo-Junkers-Hangars am Flughafen hat die Stadt gebeten, den Hangar und das Textil-Technikum als Orte für standesamtliche Trauungen zu akzeptieren. Seine Hartnäckigkeit scheint Erfolg zu haben. Wie die Stadt mitteilte, arbeitet die Verwaltung auf Weisung von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners derzeit an einem entsprechenden Konzept.

Der Wickrather Schlosspark wäre ein besonderer Ort, an dem sich Brautleute das Ja-Wort geben könnten. FOTO: KN
Quelle: RP
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