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Serie Was Macht Eigentlich?
Helfen, wo es möglich ist

In Bewegung bleiben, Kontakte pflegen, helfen, wo es möglich ist, Mitmenschlichkeit: Nach diesem Grundsatz lebt Lothar Steinhauer. Langeweile kennt er nicht.

Vornean steht die Familie. Vier Kinder haben er und seine Frau Ludgarda, ebenfalls einst Lehrerin. Neun Enkelkinder, elf bis 22 Jahre alt, gibt es, regelmäßige Kontakte, zu den Familien, ob in Rheydt, Köln oder auch Besuche in London, wo eine Tochter mit ihrer Familie lebt. "Es bereitet Freude, die Entwicklung der Kinder zu verfolgen, mit ihnen zu spielen und zu helfen, wenn beide Elterteile berufstätig sind."

Helfen, wo es möglich ist: Dazu zählt vor allem auch, sich um Flüchtlinge zu kümmern. Es begann Anfang der 80er Jahre mit den "Boat-People" aus Vietnam. Und aktuell gibt es jetzt eine Familie aus Afghanistan: Eltern mit drei Söhnen, zehn bis 16 Jahre alt. Die Eltern waren Analphabeten, müssen schreiben und die deutsche Sprache lernen. Regelmäßig gibt es bei den Steinhauers dazu Unterricht. Dazu begleiten sie die Flüchtlinge zu Besuchen etwa beim Sozialamt, helfen beim Wohnungswechsel und allem, was sonst nötig ist.

Engagiert ist Lothar Steinhauer seit Jahrzehnten in seiner Pfarrgemeinde: Herz-Jesu Rheydt in Pongs, nur wenige hundert Meter von dem Haus entfernt, das sein Vater einst gebaut hat und in dem Lothar und seine Frau heute noch leben. Steinhauer war im Pfarrgemeinderat, im Kirchenvorstand, im Förderkreis Orgelbau. Er leitet Andachten, Morgengebete, Wortgottesdienste, Meditationen in der Advents- und Fastenzeit, gibt die Krankenkommunion und übernimmt Lektorendienst, pflegt Gesprächskreise im Caritasheim Am Martinshof.

Neben alldem ist dann immer noch Zeit, um Rad zu fahren und zu schwimmen. Für die Doppelkopfrunde, regelmäßige Treffen mit ehemaligen Kollegen, zum Lesen: Biographien, theologische und zeitkritische Literatur und nun Papst Franziskus, der ihn ganz besonders begeistert.

Da bleibt wirklich keine Zeit für Langeweile.

Quelle: RP
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