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Mönchengladbach
Hephata kürt Sieger im Fotowettbewerb

Mönchengladbach: Hephata kürt Sieger im Fotowettbewerb
Platz eins: Klaus Tykwer aus Haltern am See reichte eine Porträtaufnahme in Schwarz-Weiß mit der Hauptfigur "Ines" in der Rubrik "Zuversicht" ein. FOTO: Klaus Tykwer/ Hephata
Mönchengladbach. Die Evangelische Stiftung mit Stammsitz in Mönchengladbach hat vor einigen Wochen aufgerufen, sich mit Fotos zu fünf Kategorien von Werten zu bewerben: Freiheit, Liebe, Leben, Fairness und Zuversicht. Die besten Arbeiten werden auf dem Kirchentag gezeigt.

In die Tiefe gehen, die persönliche Orientierung auf christliche Werte schärfen - das war der Impuls für die Evangelische Stiftung Hephata, ihren diesjährigen Fotowettbewerb unter den Titel "tiefenschärfen" zu stellen. Fünf Werte wurden im Vorfeld von bunt gemischten Runde definiert, zu denen die Teilnehmer ihre Arbeiten einschicken sollten. Alle den Werten des christlichen Gedankens und der Stiftung entsprechend, wie Christian Dopheide, theologischer Vorstand von Hephata betont. Im Zentrum stehen "Freiheit, der protestantische Begriff schlechthin" und Liebe, im Sinne der "urchristlichen Nächstenliebe". Hinzu kommen Fairness, Leben (das so anzunehmen sei, wie es ist) und Zuversicht, die nie verloren werden soll. "Mit diesem Fünfklang ist gut beschrieben, was die Stiftung ausmacht", sagt Dopheide.

Die Stiftung geht auf das Jahr 1859 zurück, als evangelische Bürger unter Beteiligung des Johanniterordens eine Erziehungs- und Pflegeanstalt gründeten. Damals war es die erste Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im ganzen damaligen Preußen. 1995 - also weit vor der UN-Behindertenrechtskonvention 2007 - hat Hephata die Anstaltsstruktur aufgelöst, ist heute der Inklusion verpflichtet und macht Assistenzangebote für etwa 3000 Menschen mit Behinderung an 36 Orten in Nordrhein-Westfalen. Der Stammsitz ist in Mönchengladbach. Die Stiftung betreibt Werkstätten in verschiedenen Bereichen und Wohnformen.

Platz zwei: Wolf-Dieter Tabbert aus Gütersloh mit einem Porträt der Künstlerin Irene Müller. FOTO: Wolf-Dieter Tabbert/ Hephata

Der Grundgedanke für den Wettbewerb sei gewesen, die fünf im Sinne der Stiftung definierten Werte auf Fotos sichtbar zu machen, betonte Dopheide. Am Fotowettbewerb zu den Kernwerten der Stiftung Hephata haben 62 Personen teilgenommen und 258 Fotos eingereicht. Gekürt wurden von der Jury drei Sieger-Fotos sowie 49 weitere Fotos, die unter dem Motto "tiefenschärfen" am Stand der Hephata beim diesjährigen Kirchentag und in einem Kalender gezeigt werden.

Der mit 3000 Euro dotierte erste Preis geht an Klaus Tykwer aus Haltern am See. Er reichte eine Porträtaufnahme in Schwarz-Weiß mit der Hauptfigur "Ines" in der Rubrik "Zuversicht" ein. Der zweite Platz wurde zweimal vergeben (jeweils 2000 Euro): zum einen an Wolf-Dieter Tabbert aus Gütersloh, der sich in der Kategorie "Leben" mit einem eindringlichen Porträt der Künstlerin Irene Müller beteiligte. Aber auch Manfred Schmitz aus Mönchengladbach überzeugte das Preisgericht mit einer dynamischen Aufnahme afrikanischer Kinder, die einen Koffer zum Schlitten umfunktioniert haben. Er gab seinem Beitrag in der Rubrik "Freiheit" den Titel "Reise-Koffer".

Ebenfalls Platz zwei: "Reise-Koffer" des Mönchengladbachers Manfred Schmitz in der Rubrik "Freiheit". FOTO: Manfred Schmitz/ Hephata

Außerdem wurden Sachpreise verlost. Je zwei Karten für die Oper Aida haben gewonnen: Angela Blewaska, Mönchengladbach, Volker Sander, Münster, Petra Wolfshohl, Schwalmtal. Je zwei Karten für das Musical Evita haben gewonnen: Heinz Fels, Mönchengladbach; Thomas Kronik, Mönchengladbach; Andre Poloczek, Wuppertal.

Der Jury gehörten die Fotografin Susann Beimann, Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter Rat der EKD), Rainer Danne (Leiter Volkshochschule Iserlohn), die Hephata-Vorstände Christian Dopheide und Klaus-Dieter Tichy, Beate Hofmann (Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel), der Fotograf Andre Klusen, Janine Süss (Hephata Atelier Strichstärke) und Denisa Richters (Rheinischen Post) an.

(dr)
 
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