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Mönchengladbach
Hermeling verlässt den Vorstand der Volksbank

Mönchengladbach. Die Volksbank kommt ab sofort mit zwei statt drei Vorständen aus: Der Vertrag mit Heinz-Wilhelm Hermeling wurde in gegenseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst, wie der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Fred Hendricks, gestern mitteilte. Hermeling, der 18 Jahre Vertriebsvorstand war, habe sich vorbildlich und mit höchstem Engagement für die Volksbank eingesetzt, schreibt Hendricks in einer Pressemitteilung. Grund für die Trennung sei der ausdrückliche Wille des Aufsichtsrats, den Vorstand zu verkleinern und damit "eine neue Neuausrichtung in den nächsten Jahren" vorzubereiten. Als mit 60 Jahren ältestes Vorstandsmitglied habe sich Hermeling bereiterklärt, sein Amt vorzeitig zur Verfügung zu stellen.

In Hermelings Zeit als Vorstand in Mönchengladbach fiel unter anderem die Gründung zweier Bürger-Solargenossenschaften. Auch die Nutzung eines Teils der früheren Volksbank-Zentrale an der Dammer Straße als Büroraum für Start-ups und Kleinunternehmer geht auf Hermeling zurück. Vor kurzem initiierte er eine Crowdfunding-Plattform im Internet, die mit Rückenwind der Volksbank Spenden für regionale Projekte sammelt. Der 60-jährige Hermeling kehrt zurück in seine Geburtsstadt Hamm, wo seine Familie schon seit vergangenem Jahr wieder lebt. Hermelings Aufgabenbereiche teilen sich ab sofort die beiden Vorstände Franz Dierk Meurers und Otmar Tibes auf. Auf beide wartet eine spannende Zeit. Branchenkenner rechnen mit einer Fusionswelle bei den Banken in den kommenden zwei Jahren. Die Volksbank Mönchengladbach eG in ihrer heutigen Form ist bereits Ergebnis einer Vielzahl von Zusammenschlüssen. Sie gehört mit einer Bilanzsumme von knapp einer Milliarde Euro zu den großen Volksbanken im Umkreis.

(jüma)
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