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Mönchengladbach
Herzlichen Glückwunsch, Heinz Mack!

Mönchengladbach: Herzlichen Glückwunsch, Heinz Mack!
Mönchengladbach. Heute wird der Künstler, der seit 1976 auf dem Huppertzhof lebt, 85. In der Stadt hat er deutliche künstlerische Spuren hinterlassen. Von Inge Schnettler

Heinz Mack hat einmal gesagt: "Kunst soll nicht für eine elitäre Minderheit da sein, sondern für jedermann." In Mönchengladbach kann tatsächlich jedermann Macks Kunst sehen und erleben. Obwohl die meisten Gladbacher den renommierten Künstler höchstens aus der Ferne kennen, haben aber schon viele mehr oder weniger häufig und bewusst einige seiner Arbeiten gesehen: Das riesengroße Gemälde beispielsweise, das im Foyer des Borussenstadions hängt, die kolossale Steinskulptur auf dem Kapuzinerplatz, die Licht-Stele hinter der Kaiser-Friedrich-Halle, die verspielte bunte Plastik vor dem Krankenhaus Maria Hilf, die Wasser-Licht-Skulptur im Foyer der Stadtsparkasse am Bismarckplatz oder die Stein-Wasser-Glas-Skulptur in der Parkanlage der Santander-Bank am gleichnamigen Platz.

Das Licht und seine Wirkung auf das Material seiner Werke spielt in Macks Kunst eine riesige Rolle. 1968 reiste er mit einem Filmteam des SWR in die tunesische Wüste, um die Ideen des "Sahara-Projektes" zu verwirklichen. 1976 kam es erneut zu einer künstlerischen Expedition, diesmal in die algerische Wüste und die grönländische Arktis. "Dabei interessierte mich besonders, wie das Licht der Sahara und der Arktis mit meinen Skulpturen interagierte", sagte Heinz Mack kürzlich in einem Interview mit der RP.

Im Park der Santander-Bank am gleichnamigen Platz ist die Stein-Wasser-Glas-Skulptur von 2007 zu finden. FOTO: Atelier Mack

Wie der Künstler das Licht zum Teil seines Werkes macht, kann an der silbernen Stele hinter der Kaiser-Friedrich-Halle empfunden werden. Im Jahr 2011 komplett restauriert, erstrahlt das Werk aus Edelstahl und Aluminium wie am Tag seiner Erschaffung im Jahr 1970. Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist die Oberflächenwirkung eine andere. Es bleibt spannend. "Ob das Licht in meinen Arbeiten die Welt besser gemacht hat, kann ich nicht beurteilen, aber mit Sicherheit hat es die Welt nicht schlechter gemacht.

Licht ist schön. Und Schönheit ist Mack ein großes Anliegen. Der Künstler hat keinerlei Probleme, dies immer wieder zu betonen. Damit entfernt er sich von vielen Künstlern seiner Zeit. Was ihn keineswegs stört. Muss ihn auch nicht. Heinz Mack, der Mitbegründer von ZERO, der Orientreisende, der Lichteinfänger hat seinen Platz in der Welt der Kunst längst gefunden. Heute wird er 85 Jahre alt. Dazu gratuliert ihm der Oberbürgermeister: "Ich bin ganz besonders stolz darauf, dass Professor Heinz Mack seine Heimat seit nahezu fünf Jahrzehnten in Mönchengladbach hat. Vom Huppertzhof aus nimmt seit 1969 jede künstlerische Aktivität ihren Ausgang in die nationale und internationale Kunstwelt", sagte Hans Wilhelm Reiners gestern.

Quelle: RP
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