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Mönchengladbach
Hilfe bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten

Mönchengladbach. Über die deutsch-niederländische Grenze ist es kaum mehr als ein Katzensprung. Doch unterschiedliche Gesetzgebungen und Regelungen an Rhein und Maas halten in der grenzüberschreienden Arbeitswelt durchaus Tücken bereit. Hier soll der Grenz(s)infopunkt, kurz GIP, der Euregio Rhein-Maas-Nord Abhilfe schaffen. Vorbilder gibt es bereits, etwa im Raum Aachen/Kerkrade. "Wir müssen entlang der Grenze stärker werden und die Informationspunkte vermehren", betont Andy Dritty, Geschäftsführer der Euregio in Mönchengladbach. Von Angela Wilms-Adrians

Zur Kick-off-Veranstaltung im Borussia-Park sprach gestern Antoin Scholten, Präsident der Euregio Rhein-Maas-Nord und Bürgermeister in Venlo, von einem Meilenstein in der Zusammenarbeit. Es sei wichtig, das Potenzial zu nutzen, das ein gemeinsamer Arbeitsraum bietet. Dabei könnten sich zum Beispiel die jeweiligen Arbeitsvermittlungen und GIP ergänzen. Die monatliche Bürgersprechstunde in Venlo habe gezeigt, dass die Nachfrage nach der kostenlosen Beratung groß sei.

Nun ist auch eine Vollzeitberatung im Euregio-Haus am Konrad- Zuse-Ring möglich. Die Niederländerin Pascalle Pechholt und ihre deutsche Kollegin Heike Xhonneux ergänzen sich als Fachkräfte in Fragen zu Steuerrecht, Sozialversicherung und Arbeitsrecht. Sie nannten Fallbeispiele: So fand etwa ein niederländischer Langzeitarbeitsloser in Deutschland eine Stelle, wusste aber nicht, wie sich dies auf seine Rente auswirken würde. Wo Pechholt und Xhonneux nicht helfen können, vermitteln sie an entsprechende Instanzen wie den Zoll.

Isabelle Steinhauser vom NRW-Arbeitsministerium zeigte sich überzeugt, dass das Land für die Zusammenarbeit gut aufgestellt sei. Marleen von Rijnsbergen, Regionalministerin für Arbeit und Wohlfahrt der Provinz Limburg, war ebenfalls der Ansicht, dass persönliche Beratung an den Informationspunkten helfe, die Hürden national unterschiedlicher Regelungen zu nehmen.

Quelle: RP
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