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Mönchengladbach
Hilfe bei medizinischen Notfällen: Tipps für behinderte Menschen

Mönchengladbach. Ein Schultag der besonderen Art am Eli - nicht nur für Schüler und Lehrpersonal, sondern vor allem auch für die jungen und geistig eingeschränkten Mütter. Die Türen stehen offen, angeregte Gespräche dringen auf den hellen Flur. Was in den Klassenzimmern sofort angenehm ins Auge fällt: Die verschiedenen Themen sind sehr anschaulich durch Fotos oder Zeichnungen illustriert, Schlagworte auf bunten Pappschildchen dienen der zusätzlichen Orientierung. Die Schüler des Mittelkurses des Schulzentrums für Gesundheitsberufe am Niederrhein SGN hatten den Projekttag mit Hephata am Eli bestens vorbereitet.

Insgesamt sieben Stationen hatten die angehenden Pflegekräfte im Vorfeld erarbeitet. So ging es die angemessene Vermittlung der Themenfelder wie: Was tun bei Hitzschlag? Wie rufe ich richtig an, um Hilfe zu bekommen? Wie behandelt man Insektenstiche? Wie sinnvoll sind Ecken- und Herdschutz? Über allem habe die praxisnahe Frage gestanden, sagt Projektleiterin Laura Steffens: "Was brauche ich, um mein Kind ordnungsgemäß versorgen zu können?" Das sei eine Herausforderung gewesen, so Projektleitungskollegin Henrike Winkens: "Menschen mit Behinderungen brauchen eine besondere Ansprache, sind sie doch nicht immer in der Lage, ihre Situation selbstverantwortlich einzuschätzen."

Sie habe die Erfahrung gemacht, "dass bei manchen der zehn Mütter die Konzentration schnell nachlässt. Aber wir waren auf alles vorbereitet und haben die einzelnen Stationen als möglichst leicht zu bewältigen gestaltet. Für jeden war sicher etwas dabei." So seien die einzelnen Wissensgebiete auch spielerisch über Memory vermittelt worden, aber auch mit einem Kurzfilm.

Der Projekttag war zustande gekommen, weil die Mütter, die mit ihren Kindern auf dem Gelände von Hephata möglichst selbstbestimmt leben und wohnen, einmal jährlich einen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen müssen, erklärt die 20-jährige Laura Steffens: "Nur so können sie beim Amt erreichen, dass sie alleine wohnen beziehungsweise ihre Kinder alleine und vollständig betreuen können." Die Reaktionen der Mütter seien überaus positiv gewesen, so Winkens: "Einige wollten möglichst viel über Krankheiten erfahren." Wie auch Steffens und die übrigen Schüler ist sie davon überzeugt, dass auch sie von dem Projekttag profitiert: "Wir brauchen die Erfahrung auf jeden Fall, welche besonderen Bedürfnisse Menschen mit Behinderungen haben."

Quelle: RP
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