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Mönchengladbach
Hoch hinaus beim Eine-Stadt-Fest

Mönchengladbach: Hoch hinaus beim Eine-Stadt-Fest
Die Vielfalt des kulinarischen Angebots ergibt eine reich gedeckte Tafel. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Gastronomen, Kunsthandwerker und Musiker lockten zur bunten Festmeile auf der ehemaligen Stadtgrenze. Ein ökumenischer Gottesdienst unterstrich den Gedanken von der Einheit der Stadt. Von Angela Wilms-Adrians

Kurioserweise hat sich Mönchengladbach bis heute zwei unterschiedliche Telefonnummern erhalten, von den zwei Hauptbahnhöfen gar nicht zu reden. Doch zum Eine-Stadt-Fest wachsen Brucknerallee und Richard-Wagner-Straße regelmäßig zur kulinarischen, musikalischen und kunsthandwerklichen Meile zusammen. Zahlreiche Musikangebote auf der großen NEW-Bühne sowie die "Kids World" mit Attraktionen für die jüngsten Besucher locken außerdem in die seitlichen Ausläufer der Breite Straße.

Beim sehr gut besuchten ökumenischen Freiluft-Gottesdienst wird nicht nur die Einheit zwischen den Konfessionen, sondern auch den Stadtteilen betont. Da in diesem Jahr die Karnevalisten Unterstützung bieten, unterstreicht sogar der karnevalistische Frühschoppen zum Sessionsmotto "Immer zu zweit - Halt Pohl und All Rheydt" das Eine-Stadt-Gefühl.

Beim sehr gut besuchten ökumenischen Freiluft-Gottesdienst auf der NEW-Bühne wird die Einheit zwischen den Konfessionen betont. FOTO: Jörg Knappe

Das dreitägige Festival startet am Freitag mit dem Auftritt der Singer/Songwriterin Sophie, die vor fünf Jahren als damals 15-jährige erstmals mitwirkte und nun Mickey Bernard erneut begeistert. "Die ist schon gigantisch gut und unfassbar talentiert", schwärmt der. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners dankt in der Begrüßung den Initiatoren vom ausrichtenden Verein Campus für den Mut und die Energie, das Festival in Privatinitiative seit nunmehr 15 Jahren durchzuführen. "Das hat uns als Veranstalter schon sehr gerührt", bekennt Bernard, der wieder einmal mit Herz und Seele dabei ist.

Samstags begrüßt er die Besucher zur Mittagszeit zu Jazz-Frühschoppen und einem bunten Mix aus Talk, Tanz und Musik. Schlagersänger Rico S. scheint mit seinen Liedern die Sonne herbeizusingen. Die Musiker der Showtrompeten Odenkirchen wiegen sich dazu temperamentvoll im Rhythmus, ehe sie ihren Auftritt auf der NEW-Bühne haben. "Wir sind schon eine ziemlich verrückte Truppe", erklärt Vorsitzende Petra Krauß das Outfit, bei dem allein die Turnschuhe in Knallfarben witzige Farbtupfer setzen. Auf der Bühne gibt das Ensemble unter Thomas Koentzgens Leitung zu Schlagern und Stimmungsmusik Gas. Hier sorgen auch die Bands Booster und Obergärig sowie Iris Criens, die Glabbacher Jonges und andere Musiker mit Mönchengladbacher Wurzeln für gute Stimmung.

Der Kletterwald Niederrhein ermöglichte Klettertouren in luftige Höhen. FOTO: Reichartz Hans-Peter

Die Vielfalt des kulinarischen Angebots ergibt eine reich gedeckte Tafel. Die frisch fusionierten Hotel-Restaurants Rosenmeer und Freiraum Statthotel verwöhnen ihre Gäste in elegant dekorierten Zelten. Projektleiter Sven Koop genießt hier eine Pause und bilanziert zufrieden. "Es hat sich herauskristallisiert, dass die Besucher mittags mit Kind flanieren, shoppen gehen und sich für abends an der Bühne verabreden". Für Olaf Lambertz vom Freiraum ist und bleibt das Eine-Stadt-Fest das schönste Fest der Stadt. "Bei Regen ist eine besondere Stimmung. Da rücken die Menschen noch näher zusammen", kommentiert er die kräftigen Schauer am ersten Abend. Anwohnerin Rosi Schönborn stimmt ihm zu und betont, niemals während des Festivals vor der Haustür zu verreisen.

Am äußersten Ende der kulinarischen Meile bietet Michael Kirch Honig aus Gladbach und Umgebung an, geerntet am Nordpark und im Bunten Garten. Dorothea Terhorst zählt mit ihrer Gewürz- und Senfmühle seit zehn Jahren zu den Anbietern: "Das ist hier immer sehr schön. Sonst wären wir nicht so oft da." Ähnlich äußert sich Sandra Claßen, die unter dem Namen Lovelywool gehäkelte und gestrickte Unikate sowie Kleinserien von maximal zehn Stück anbietet. Sie betont zudem den Gemeinschaftssinn unter den Ausstellern sowie die persönliche Atmosphäre entlang der früheren Grenze zwischen Rheydt und Alt-Mönchengladbach. Auch das dürfte natürlich ganz im Sinne der Organisatoren sein.

Quelle: RP
 
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