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Mönchengladbach
Hochschule arbeitet an Verbesserung von Verkehrsinformationsdiensten

Mönchengladbach. NRW ist das Land, das am meisten von Staus betroffen ist. Jetzt will ein Forschungsprojekt an der Hochschule Niederrhein eine Technik entwickeln, um Abhilfe zu schaffen. Staus würden dann zwar nicht der Vergangenheit angehören, aber sich zumindest so schnell herumsprechen, dass nachfolgende Autos rechtzeitig auf alternative Routen ausweichen könnten.

Für das Projekt mit dem Namen Solvent werden das Institut GEMIT der Hochschule Niederrhein und die Almo Consult GmbH, Aachen, vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Im Rahmen des zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) geht es um neue Verfahren der Verkehrsdatenerfassung und der Effizienzsteigerung von Verkehrsinformationen auf Smartphone-Basis. Hintergrund ist, dass derzeit Verkehrsdaten in einen zentralen Datenmarktplatz, dem Mobilitätsdatenmarktplatz, einfließen, wo sie genutzt werden, um auf Gefahrensituationen oder Staus hinzuweisen. Diese Daten fallen aber erst an, wenn Autos an bestimmten Stellen erfasst werden. Die Sammlung der Daten ist bei dem heutigen Verkehrsaufkommen häufig zu langsam. Interessant wäre es, wenn auch die Daten, die Anbieter wie Google täglich von Smartphone-Nutzern beim Autofahren sammeln, öffentlich und nicht nur privatwirtschaftlich genutzt werden könnten. "Die Idee ist, eine alternative Erfassungsmethode zu entwickeln, um bessere und schnellere Verkehrsprognosen treffen zu können", sagt Prof. Dr. Jürgen Karla, der auf Seiten der Hochschule Niederrhein das Projekt leitet. Der Professor für Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften will das mobile Web nutzen, um Verkehrsinformationsdienste effektiver zu gestalten. Er lehrt und forscht mit dem Institut GEMIT unter anderem zu dem Thema "Mobile Business".

Das Projekt Solvent soll aufzeigen, dass zentrale Geschäftsprozesse für Verkehrsmanagement- und Informationssysteme im mobilen Web effizient und mit erweiterter Realitätswahrnehmung ausgerichtet werden können. Für das Projekt erhält die Hochschule Niederrhein eine Förderung im niedrigen sechsstelligen Bereich. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

(lisch)
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