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Mönchengladbach
Hochschule hilft Logistikern beim Thema Nachhaltigkeit

Mönchengladbach. 450.000 Euro an Fördermitteln erhält die Hochschule für ein neues grenzübergreifendes Projekt.

Die Hochschule Niederrhein ist bei einem weiteren grenzüberschreitenden Transferprojekt federführend mit im Boot. Das Forschungsinstitut Gemit (Geschäftsprozessmanagement und IT) erhielt unlängst den Zuschlag für das deutsch-niederländische Verbundprojekt Strasus (Strategic Sustainability for Logistics). In dem Projekt werden deutsche und niederländische Unternehmen aus der Logistikbranche bei der Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt. Das ist relevant geworden, weil seit diesem Jahr eine neue EU-Richtlinie in Kraft ist, nach der Unternehmen verpflichtet sind, einen CSR-Bericht zu erstellen (CSR = Corporate Social Responsibility).

Davon betroffen sind etwa 1000 Unternehmen in Deutschland und 100 in den Niederlanden. Diese werden von den sie beliefernden Logistik-Unternehmen entsprechende CSR-Nachweise anfordern. Das heißt: Wer als Logistikunternehmen nicht nachweisen kann, dass er nach CSR-Gesichtspunkten arbeitet, erhält keine Aufträge mehr. Das Problem: Kleine und mittelständische Unternehmen in der Logistik haben in der Regel weder die Zeit noch die personellen Ressourcen, einen CSR-Bericht zu erstellen.

An dieser Stelle setzt das Projekt Strasus an. Es möchte Unternehmen aus der Logistikbranche in die Lage versetzen, einen CSR-Bericht selbst zu schreiben. "Wir bieten Workshops für Mitarbeitende und Geschäftsführer an, um Personal- und Beratungskosten für die Unternehmen zu sparen", erklärt Raphael Heereman, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsinstitut Gemit und Manager des Projekts Strasus. Für die Workshops werden Planspielmodule entwickelt, die das Thema CSR auf spielerische Weise transportieren sollen.

Das Projekt startet mit drei deutschen Unternehmen - darunter der Mönchengladbacher Saftproduzent Valensina -, drei niederländischen Unternehmen und drei universitären Partnern (neben der Hochschule Niederrhein sind es Einrichtungen aus Maastricht und Arnheim/Nimwegen). Ziel ist es, 80 Unternehmen für das Projekt begeistern zu können. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung beim Institut Gemit genügt.

Projektleiter ist Holger Beckmann, Leiter des Instituts Gemit und Professor für Beschaffung und Logistik am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Niederrhein. Die Gesamtsumme des Projekts beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro, die Hochschule Niederrhein erhält als "Leadpartner" gut 450.000 Euro Förderung. Das Projekt startete zum 1. Juni und endet im Mai 2020.

Quelle: RP
 
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