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Mönchengladbach
ICE-Anbindung nach Berlin
Mönchengladbach: ICE-Anbindung nach Berlin
Ab dem 13. Dezember fährt sonntags ein ICE von Mönchengladbach nach Berlin. FOTO: Markus Rick
Mönchengladbach. Am 13. Dezember wechselt die Deutsche Bahn auf den Fahrplan für das Jahr 2010. Dann ist auch Mönchengladbach endlich nicht mehr Regionalzug-Provinz. Freitags und sonntags wird es je eine Direktverbindung von und nach Berlin geben. Von Rheydt und Mönchengladbach fährt freitags dann ein Intercity, von Mönchengladbach sonntags sogar ein Intercity-Express Richtung Hauptstadt. Von Sybille Möckl

Wer einen Wochenendtrip plant, kann dann, ohne umzusteigen, in fünf Stunden nach Berlin brausen. Das hat bisher zwar auch nicht länger gedauert, allerdings mussten Berlin-Reisende dafür in Düsseldorf oder Duisburg umsteigen.

Die neue Verbindung bietet den Luxus, einfach auf seinem Platz sitzen bleiben zu können. Freitags hält der IC 1918 um 12.37 Uhr zuerst am Rheydter Hauptbahnhof. Acht Minuten später fährt er dann vom Mönchengladbacher Hauptbahnhof Richtung Osten ­ der Nahverkehrszug braucht für die Strecke von gerade einmal vier Kilometern nur fünf Minuten. Über Neuss und Düsseldorf geht es nach Berlin, wo der Zug um 17.51 Uhr am Hauptbahnhof ankommt.

Zurück geht es mit dem IC 1919 sonntags um 15.09 Uhr über dieselbe Strecke bis Mönchengladbach (Ankunft 20.09 Uhr) und Rheydt (Ankunft 20.15 Uhr). Die Suche nach einem Fahrpreis für die Strecke Mönchengladbach-Rheydt bleibt über die Internetseite der Bahn allerdings „aufgrund fehlender Fahrplandaten leider ergebnislos”. Aber bis zum Fahrplanwechsel sind ja auch noch knapp vier Wochen Zeit.

Gerd Felser, der Pressesprecher der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen, sagt: „Aber diese Stecke wird wohl auch niemand mit dem Intercity fahren. Die Bahn hat ja Relationspreise. Je länger Sie also fahren, desto billiger wird es.” Nichts desto trotz kostet die einfache, normale Fahrt nach Berlin mit dem ICE stolze 106 Euro, mit dem IC immerhin noch 92 Euro.

„Zunächst einmal werden die neuen Verbindungen für zwei Jahre auf Probe angeboten”, sagt Gerd Felser. „Dann muss geprüft werden, wie sich das Verkehrsaufkommen entwickelt hat, und ob sich die Strecke lohnt.” Im Klartext: Wenn zu wenig Fahrgäste die Verbindung nutzen, könnte Mönchengladbach in zwei Jahren wieder verkehrstechnische Provinz sein.

Quelle: RP
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