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Mönchengladbach
IG Metall: Gardeur muss nun mit offenen Karten spielen

Mönchengladbach. Nachdem bekannt wurde, dass der insolvente Hosenhersteller Gardeur nicht um Entlassungen herumkommen wird, sorgten gestern neue Entwicklungen für Aufregung.

Denn es wird auch Mitarbeiter treffen, die angeblich schon ihre Ausbildung bei Gardeur absolviert haben sollen. Von den rund 290 Beschäftigten in Deutschland müssen 23 Prozent gehen - insgesamt also 66. Davon haben 59 Mitarbeiter bis Montag Zeit, sich zu entscheiden, ob sie in eine Transfergesellschaft wechseln möchten.

Die Tatsache, dass Geschäftsführer Gerhard Kränzle weiter am Ruder bleiben soll, sei laut IG Metall allerdings mit Skepsis zu betrachten. "Schließlich ist auch die aktuelle Geschäftsführung für die derzeitige Situation verantwortlich", sagte Gewerkschaftssekretär Frank Taufenbach gestern.

Daher sei es nun vor allem angebracht, endlich mit offenen Karten zu spielen, welcher Investor möglicherweise vor einem Einstieg steht. "Dass selbst der Betriebsrat wohl erst vor wenigen Tagen eingeweiht wurde, ist kein gutes Signal. Diese Intransparenz ist nicht die beste Ausgangslage für einen Neustart."

(p-m)
 
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