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Mönchengladbach
IHK: Rathäuser müssen digitaler werden

Mönchengladbach: IHK: Rathäuser müssen digitaler werden
Horst Thoren (rechts) begrüßte die Vertreter des IHK-Präsidiums und Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (vierter von links) beim Besuch der Rheinischen Post. FOTO: Anne Orthen
Mönchengladbach. Bei einem Besuch bei der Rheinischen Post forderten die Wirtschaftsvertreter, dass die Verwaltungen mehr Dienstleistungen digital anbieten - und die Breitband-Anbindung der Schulen verbessern. Von Ludger Baten

Die Wirtschaft erwartet, dass sich Kommunen der Herausforderung des digitalen Wandels stellen und mehr Dienstleistungen digital anbieten. "Die Kommunen befinden sich genauso in einem Change-Management-Prozess wie die Unternehmen", sagt IHK-Vizepräsident Christoph Buchbender. Der Vorstand der Neusser RheinLand-Versicherungsgruppe war mit dem Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz Gast der Rheinischen Post. Ihre Gesprächspartner waren Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, und die Leiterin der Wirtschaftsredaktion, Antje Höning.

Mit Blick auf den digitalen Wandel lobte Buchbender die Überlegungen der Landesregierung, künftig eine voll-digitalisierte Gewerbeanmeldung zu ermöglichen. Dabei gehe es nicht nur darum, auch über die Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern direkt sein Gewerbe anmelden zu können, sondern auch darum, dass der gesamte Prozess zukünftig digital ablaufe. "Das ist aus unserer Sicht eine längst überfällige Maßnahme", sagte Buchbender. Sie könnte zudem als Blaupause für andere Verwaltungsverfahren dienen. In diesem Zusammenhang forderte Susanne Thywissen - die Neusserin ist einzige Frau im Präsidium - dass das Thema digitale Infrastruktur in den Schulen angegangen werde: "Sie müsste in manchen Schulen deutlich besser sein." Schüler nutzen digitale Anwendungen, so Thywissen, eher privat als zum Lernen: "Im Unterricht spielen digitale Formate bisher leider eine eher untergeordnete Rolle."

Der Ausbau und die Sicherung der Infrastruktur sind und bleiben die großen Sorgenkinder der IHK-Verantwortlichen. Nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz verliert die heimische Wirtschaft täglich 1,2 Millionen Euro durch die Sperrung der A-40-Brücke in Duisburg-Neuenkamp. Auch 26 Kilometer Umweg pro Fahrt für jeden Lkw wegen der Sperrung der Leverkusener Brücke und 18 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr für die Chemparks Leverkusen und Dormagen bedeuten eine enorme Belastung der Wirtschaft. Fünf Jahre werde es noch dauern, bis die Ersatzbrücken fertig sind.

Quelle: RP
 
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