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Mönchengladbach
IHK-Umfrage: Lokale Tourismusbranche ist positiv gestimmt

Mönchengladbach. Bei den Hoteliers und Gastwirten am Niederrhein herrscht gute Stimmung. Auch bei Reiseveranstaltern, Reisebüros und Busunternehmen bleibt die Lage trotz Rückgangs auf hohem Niveau. Auch hier erwartet die Branche eine positive Entwicklung. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Saisonumfrage, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und die Niederrheinische IHK bei Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen, Neuss und den Städten Mönchengladbach, Krefeld und Duisburg durchgeführt haben.

Mehr als ein Drittel der Befragten bewertet die gegenwärtige Geschäftslage im Gastgewerbe als "gut", ebenso viele als "befriedigend". Im Saldo ist sie um 4,2 Punkte im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Mehr als ein Viertel erwartet zudem eine günstigere Geschäftslage. Die Mehrheit geht aber von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Im Reisegewerbe hat sich die Geschäftslage im Vergleich zur vorherigen Umfrage um 5,2 Punkte verschlechtert. "Das liegt auch an der aktuell politisch unruhigen Lage in einigen Regionen der Welt", erklärt Romy Seifert, Referentin bei der IHK Mittlerer Niederrhein. 60 Prozent der Betriebe gaben an, dass Flüchtlingsankünfte in Griechenland und Italien sowie die politischen Unruhen in der Türkei Auswirkungen auf die Nachfrage nach Reisen in diese Länder hätten. Allerdings erwarten 22 Prozent der Reiseveranstalter und -büros eine günstigere Entwicklung für die neue Saison. 60 Prozent gehen von einer konstanten Geschäftsentwicklung aus. Während im Gastgewerbe der Umsatz mit heimischen Gästen im Saldo zurückging, nahm der Umsatz mit Geschäfts- und Urlaubsreisenden zu.

Der positive Trend im Gastgewerbe spiegelt sich auch im Klimaindikator wider. Dieser fasst die Geschäftslage und -erwartung zusammen und konnte im Gastgewerbe von 99 auf 109 gesteigert werden. Der Klimaindex für das Reisegewerbe gibt leicht nach und fällt um 21 auf 132 Punkte zurück.

Im Reisegewerbe ist ein positiver Trend erkennbar. Dieser wird mit Blick auf das Vorjahr vor allem von den Urlaubsreisenden getragen. Rund 38 Prozent der Befragten meldet hier gestiegene Umsätze. Deutlich verschlechtert hat sich der Umsatz mit Geschäftsreisenden, der um rund 45 Prozent zurückgegangen ist. Steigende Arbeitskosten gaben 61 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe als Risikofaktor für ihr Geschäft an. "Dies ist sicher auch auf die Einführung des Mindestlohns zurückzuführen", sagt Seifert. Weitere Risiken sehen die Unternehmen bei den Energiepreisen (51,4 Prozent) und den allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (50 Prozent). Sorgen machen sie sich zunehmend um den Fachkräftemangel. Im Reisegewerbe werden hingegen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen als höchstes Risiko gesehen.

Quelle: RP
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