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Mönchengladbach
Im Vituspark entstehen 63 Wohnungen

Mönchengladbach: Im Vituspark entstehen 63 Wohnungen
Sie starteten gestern den 3. Bauabschnitt (v.l.): Burkhard Schrammen, Ralf Giesen (Vivawest), OB Hans Wilhelm Reiners, Gregor Bonin und Klaus-Dieter Tichy (Hephata). FOTO: Weber
Mönchengladbach. Der dritte Bauabschnitt sieht elf Mehrfamilienhäuser auf dem Hephata-Gelände vor. Von Dieter Weber

Die Zeiten, als eine Mauer die Behinderteneinrichtung Hephata von der Außenwelt sorgsam abschottete, sind längst vorbei. Menschen mit Handicap leben heute mit Menschen ohne Handicap in Wohnungen, Nachbar- und anderen Gemeinschaften. Hephata hat aus dieser gesellschaftlich positiven Entwicklung vor Jahren die Konsequenzen gezogen und ein Gelände, das für Menschen der Einrichtung in der Hinterhand gehalten wurde, für den allgemeinen Wohnungsbau freigegeben: Hier entstand der Vituspark mit attraktiven Häusern im Bauhausstil. Der Gladbacher Architekt Burkhard Schrammen hat sie gebaut, ein großer Teil ist fertig.

Jetzt bekommt das Grünareal einen neuen Akzent. Das Wohnungsunternehmen Vivawest, das vornehmlich in rund 80 Kommunen an Rhein und Ruhr aktiv ist und mehr als 120.000 Wohnungen bewirtschaftet, hat seine Fühler nach Mönchengladbach ausgestreckt. An der Schlossstraße und an der Schwogenstraße ist das Unternehmen schon aktiv, jetzt steigt es im Vituspark ein: Vivawest wird sieben Mehrfamilienhäuser mit 63 freifinanzierten Wohnungen in die Vermietung übernehmen. Gestern war Spatenstich für das Projekt.

Burkhard Schrammen ist mit der Evangelischen Stiftung Hephata weiter mit im Boot. Die gemeinsame Gesellschaft, die sie gegründet haben, realisiert auf dem Gelände des Vitusparks den dritten Bauabschnitt des Quartiers: Dieser mittlerweile häufig strapazierte Begriff ist hier stimmig. Der Park hat einen eigenen Charakter, ist eingebettet in die Umgebung und wird bewohnt von Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Lebensstile. Hephata ist dabei Teil des Ganzen. Mietwohnungen haben auf dem Areal noch gefehlt. Das ändert sich jetzt. Zwischen 57 und 102 Quadratmeter groß sind die Wohnungen, es gibt einen Mix aus Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen. Im Erdgeschoss sind Gärten und Terrassen, in den Obergeschossen Balkone. Unten in der Erde wird eine Tiefgarage mit 63 Stellplätzen gebaut.

Beim Spatenstich gab es das übliche Lob in alle Richtungen. Aber auch interessante Aussagen. So zum Beispiel die Erklärung, dass es nur wenige Wochen dauerte, bis die Baugenehmigung vorgelegen hatte. Das war in Mönchengladbach schon ganz anders. Und auch die Aussage von Vivawest-Geschäftsführer Ralf Giesen steht für die sich verstetigende Entwicklung auf dem hiesigen Bau-Markt: Die Großen der Branche entdecken die Stadt im "Speckgürtel" der Metropolen. Auch das ist stadtplanerisch gut.

Quelle: RP
 
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