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Mönchengladbach
Implantate helfen bei Resthörigkeit

Mönchengladbach. Bei vielen Menschen, die Hörprobleme haben, ist es mit einem Hörgerät bereits getan. Das übernimmt die Funktion eines Verstärkers und steigert damit nicht nur die Hörfähigkeit, sondern oft auch die Lebensqualität. Ist die Innenohrfunktion aber bis auf einen minimalen Rest reduziert, bei der selbst Hörgeräte nicht mehr helfen, spricht man von Resthörigkeit. Doch selbst dann gibt es noch eine Möglichkeit - und die wird in der HNO-Abteilung des Krankenhauses Maria Hilf angeboten.

Chefarzt Jochen Windfuhr und sein Team haben am Tag des Hörens schwerpunktmäßig über den Einsatz des so genannten Cochlea-Implantats informiert. Der Name kommt von der Hörschnecke (Cochlea), die bei Resthörigkeit Unterstützung benötigt. Diese, sonst fast nur in Universitätskliniken angebotene Hilfe, gehört an der Sandradstraße seit etwa fünf Jahren zum Tagesgeschäft.

Am Anfang der Behandlung steht die Hörprüfung. Wird Resthörigkeit festgestellt, die Hörnerven sind aber noch intakt, kann das Implantat in einer rund einstündigen Operation eingesetzt werden. Danach steht die Reha an.

"Geduld, Zeit und die richtige Einstellung sind für ein erfolgreiches Training entscheidend", sagt Elisabeth Plattner, die sich im November vergangenen Jahres ein Implantat in Mönchengladbach hat einsetzen lassen. Damit habe sie verloren gegangene Lebensqualität zurückerhalten und könne längst auch wieder Geräusche hören. "Wie zum Beispiel Vogelgezwitscher."

(lukra)
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