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Mönchengladbach
Innovation beim Schutz gegen Einbrecher

Mönchengladbach. Türbänder, in denen induktiv Strom und Signale geleitet werden, sind bei Dr. Hahn entwickelt worden. Sie wurden weltweit zertifiziert. Von Kurt Lehmkuhl

Wenn es um Türbänder jeglicher Art geht, macht wohl niemand Dr. Hahn etwas vor. Das Unternehmen mit Sitzen in Wickrath und Erkelenz ist Weltmarktführer und stellt jährlich rund 4,5 Millionen Türbänder her, von denen 60 Prozent exportiert werden. Die Spitzenposition auf dem Markt ist indes kein Grund, es bei dem Bemühen um Verbesserungen geruhsam angehen zu lassen: Man ist immer auf der Suche nach echten Innovationen - und wurde nach einer mehr als zehnjährigen Entwicklungszeit fündig.

Jetzt nämlich ist das Unternehmen in der Lage, Türbänder (letztlich Türangeln) herzustellen, in denen induktiv Strom und Signale geleitet werden können. Auf ein Kabel zwischen Rahmen und Tür kann verzichtet werden. Das neue System macht damit sämtliche wartungsintensiven Übergangskontakte und sichtbaren Kabelübergänge zwischen Rahmen und Tür überflüssig. Was für einen Kabelübergang nahezu unmöglich scheint, ist für das kabellose System mit dem Namen Hahn Türband 4 Inductio kein Problem: Im Test wurden Öffnungszyklen von über zehn Millionen erreicht, ohne dass es zu Beeinträchtigungen der Übertragungen kam.

Dabei geht es nicht nur um die Übertragung von Strom, um etwa ein Türschloss zu öffnen, es geht auch um digitalisierte Datenströme für die Gefahrenmeldezentrale. Ob Glasbruchsensor, elektronische Verriegelungen, Zutrittskontrolle oder Öffnungs- und Verschlussüberwachung - alle diese Informationen werden induktiv über das Band von der Tür zum Rahmen übertragen.

Dieses Türband ersetzt mehrere Kabelübergänge an einer Tür. Die Rahmen- und die Flügelelektronik sind im Türrahmen und im Türflügel verborgen. Dank der Zusammenarbeit mit dem Experten für Sicherheitstechnik Sascha Puppel aus Erkelenz konnte das Türband weltweit zertifiziert werden. "Dieses System kann für alle zugelassenen Einbruchmeldeanlagen, Einbruchmeldezentralen und Zutrittskontrollsysteme weltweit verwendet werden", erläutert Eckhard Meyer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing. Die Zeiten, in denen ein Einbrecher das Kabel kappte und die Tür dann aus den Angeln hob, sind damit vorbei. "An der digitalen Technik beißt sich jeder Unbefugte die Zähne aus", sagt Ingo Steinfeld, Produktmanager Inductio.

Quelle: RP
 
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