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Mönchengladbach
Innovative Ampel für Kreuzung Rheydter Straße

Mönchengladbach. Im Juni war das mehr als 15 Jahre alte Steuergerät der Ampel an der Kreuzung Rheydter Straße/ Breite Straße irreparabel kaputtgegangen - normalerweise arbeitet ein solches Steuergerät rund zehn Jahre. Die Baustellenampel, die einige Zeit den Verkehr an der Kreuzung regelte, hat mittlerweile ausgedient. Seit Kurzem wird die Ampelanlage mit einem modernen Steuergerät und der dazu gehörenden 1-2-Watt-LED-Signalgeber-Technik ausgerüstet. Diese ist noch relativ frisch für den Einsatz auf Straßen zugelassen.

Gegenüber der bisherigen Technik an dieser Kreuzung mit 10- bis 12-Watt-Signalgebern nutzt die 1-2-Watt-Technologie digitale LED-Treibermodule. Dadurch wird auf Lastwiderstände und Schaltelemente in den Signalgebern verzichtet, die bislang einen Großteil der Energie verbrauchten. So kann der Stromverbrauch eines Ampelsignals von bis zu 12 Watt bei älteren 10-Volt-Anlagen auf ein bis zwei Watt reduziert werden. Zusätzlich kommen modernste Leuchtdioden mit geringer Leistungsaufnahme bei gleichbleibender Leuchtstärke zum Einsatz.

Neben den Stromkosten reduziert die Technologie künftig auch den Serviceaufwand. Über eine optische Überwachung wird der Zustand der Leuchtdioden kontinuierlich erfasst. Durch den Einsatz der neuen Technik können rund 360 Euro pro Jahr an Stromkosten eingespart werden. Auf den Ausstoß von CO2 umgerechnet, bedeutet das etwa 200 Kilogramm pro Jahr weniger an klimaschädlichem Gas. Zusätzlich ist die Ampel mit Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Fußgänger versehen.

Ob in Zukunft mehr als diese eine Anlage auf die 1-2-Watt-Technologie umgerüstet wird, hänge davon ab, ob die Erfahrungen mit dieser Technik positiv sind, teilte die Stadt mit - und davon, ob es zukünftig auch Mitbewerber für diese Technik gibt. Denn die Einsparpotenziale würden ansonsten durch die Wettbewerbseinschränkung wieder aufgebraucht werden. "An diesem Beispiel sieht man, wie viel kleine Maßnahmen bringen können", freut sich Klimaschutzmanager Antti Olbrisch. "Ich hoffe natürlich, dass diese Technologie zukünftig noch mehr zum Einsatz kommt."

Quelle: RP
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