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Mönchengladbach
Innung sucht Tischler-Lehrlinge

Mönchengladbach. Die Mönchengladbacher Tischler wollen stärker um Jugendliche werben, die sich für das Handwerk interessieren. "Wir haben die Möglichkeit in Mönchengladbach und Viersen noch 15 Auszubildene mehr aufzunehmen", sagt Hans-Wilhelm Klomp, Obermeister der Tischlerinnung in Mönchengladbach und Rheydt. Von Kerstin Gormanns

Dazu hat die Tischlerinnung Mönchengladbach und Rheydt in Zusammenarbeit mit dem Fachverband des Tischlerhandwerks NRW einen Kontaktordner erstellt, der den Beruf des Tischlers schon in der Schule vorstellt. Die Anzahl der Auszubildenen in Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren rückläufig. Waren es im Jahr 2000 noch etwa 8 300 Tischler Azubis in NRW, lag die Zahl 2009 bei nur noch etwa 5 400. Auch in Mönchengladbach ist noch Bedarf.

Info-Material an Schulen

Würden die noch vorhandenen Plätze genutzt, würden sich in den beiden Regionen beinahe 200 Lehrlinge zum Tischler ausbilden lassen. Die Kontaktordner wurden an die Vertreter der beteiligten Real-, Haupt- und Gesamtschulen übergeben. Ob Info-Material, Unterrichtsvorlagen oder Tests – in diesen Ordnern ist alles enthalten, was den Schülern den Beruf des Tischlers näher bringen kann. Zusammen mit Pädagogen aus allen Schulformen wurde das Material entwickelt und soll auch laufend erneuert werden.

Neben dem Baustein Kontaktordner für Schulen, veranstaltet die Tischlerinnung auch einen Wettkampf von Auszubildenen, um für das Handwerk zu werben. Tischler gegen Schreiner lautet das Motto. In insgesamt zehn unterschiedlichen Wettkämpfen treten jeweils vier Schreiner und vier Tischler aus ganz Deutschland gegeneinander an. Die Videos zu den bereits absolvierten Aufgaben, die es zu meistern gab, sind auf der Internetplattform SchülerVZ zu sehen. Dort können die Nutzer des sozialen Netzwerks abstimmen, welches Team die Aufgaben besser gelöst hat.

Außerdem lädt die Tischlerinnung Mönchengladbach und Rheydt jedes Jahr interessierte Schüler zu einem freiwilligen Eignungstest ein. Hans-Wilhelm Klomp erklärt: "Die Schüler können sehen, wo sie stehen und wir können geeignete potentielle Auszubildene direkt werben." Und Stefan Bresser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, ist überzeugt: "Vielen fehlt aber die Ausbildungsreife." Daran müsse gearbeitet werden. Die Kampagne der Tischlerinnung ist daher nur der erste Schritt.

Quelle: RP
 
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