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Mönchengladbach
Integrationsberater: Lotsen durch den deutschen Alltag

Mönchengladbach. Gar nicht so selten haben auch in Deutschland Geborene Probleme, sich im Dschungel der Möglichkeiten und Angebote, der Behörden, Ämter und Einrichtungen, der Vorschriften, Hilfen und Sanktionen zurechtzufinden. Wie mag das erst Menschen gehen, die weder mit der Sprache noch mit der Kultur vertraut sind? Um Migranten kompetente Hilfe anbieten zu können, hat der SKM gemeinsam mit dem Katholischen Forum Mönchengladbach bereits zweimal Integrationsbegleiter ausgebildet. Jetzt soll eine neue Qualifizierungsmaßnahme für ehrenamtliche Helfer an den Start gehen. Von Angela Rietdorf

An zwölf Vormittagen beschäftigen sich die Teilnehmer jeweils drei Stunden lang mit Themen wie Zuwanderungsrecht, interkultureller Sensibilisierung, mit Kommunikation und Konfliktlösung. Sie lernen Beratungsstellen kennen und das Netz der sozialen Hilfe in Mönchengladbach. Anschließend sollen sie als ehrenamtliche Integrationsbegleiter Menschen zur Seite stehen, die sich in Deutschland nicht auskennen, Hilfe brauchen und die Sprache nicht sprechen. Sie helfen bei der Wohnungssuche oder der Möbelbeschaffung, unterstützen bei der Anmeldung der Kinder im Kindergarten, bei Behördengängen oder beim Ausfüllen von Formularen. Koordiniert wird ihre Arbeit vom SKM, dem Katholischen Verein für soziale Dienste. "Wir kennen die Aufgaben und die Ressourcen, die der Einzelne mitbringt, bringen das möglichst passgenau zusammen und stehen auch bei Schwierigkeiten als Ansprechpartner zur Verfügung", erklärt Maria Nickel vom SKM. Diese Koordinierungsfunktion sei besonders wichtig, betont Helmut Keymer vom Katholischen Forum: "So reiben sich die Ehrenamtler nicht so auf. Helfen soll Spaß machen."

Wichtig für Interessenten: Neben Deutsch müssen sie eine zweite Sprache beherrschen. Eine große Nachfrage besteht natürlich jetzt nach arabischsprachigen Helfern, aber auch andere Sprachen sind gefragt. "Wir betreuen auch viele polnische Migranten", erklärt Maria Nickel. Aber auch Menschen, die albanisch oder mazedonisch sprechen, werden gebraucht, von Farsi oder Urdu gar nicht zu reden. Kurzum, wer eine zweite Sprache spricht, sich in Deutschland auskennt und gern helfen möchte, kann sich entsprechend qualifizieren. Die Schulung findet immer donnerstags statt und ist für die Teilnehmer kostenlos. Finanziert wird das Angebot über Mittel des Bistums für die Flüchtlingshilfe.

Das erste Treffen ist am Donnerstag, 21. Januar, 11 Uhr, beim Katholischen Forum, Haus der Regionen, Bettrather Straße 22. Dabei werden auch die weiteren Termine für die Ausbildung abgesprochen. Informationen und Anmeldung bei Maria Nickel unter Tel. 02166 621279 oder per E-Mail an die Adresse: m.nickel@skm-ry.de.

Quelle: RP
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