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Serie Theaterleute in den Ferien
Intendant wandert gern auf Dreitausender

Serie Theaterleute in den Ferien: Intendant wandert gern auf Dreitausender
Theaterboss Michael Grosse (Foto, li.) sagt es mit dieser Geste bei seinen Heine-Abenden: Kein Theater in den nächsten sechs Wochen! Musikdirektor Mihkel Kütson ruht sich zunächst zu Hause aus, bevor er nach Kroatien reist. FOTO: Stutte/KN
Mönchengladbach. Gut sechs Wochen Auszeit nehmen sich die Theaterleute. Wir haben einige gefragt, was sie in den Sommerferien vorhaben. Intendant Michael Grosse wandert in der Nähe von Davos, Musikdirektor Mihkel Kütson freut sich aufs Segeln. Von Armin Kaumanns und Dirk Richerdt

Michael Grosse freut sich auf die freie Zeit. "Die Spielzeit war anstrengend, da braucht man jetzt Erholung." In diesem Jahr wird der Generalintendant nicht wie 2014 wieder nach Ungarn reisen. "Wir haben vor zwei Jahren die Landschaft rund um Davos in der Schweiz kennengelernt, das hat uns so gut gefallen, dass wir in diesem Sommer wieder hinfahren werden. Wir waren von der Landschaft sehr beeindruckt." Wir, das sind seine Frau Gabriela und sein jüngster Sohn Gabor.

Er freue sich auf spannende Gratwanderungen über die Dreitausender im Kanton Graubünden, darunter das Schwarzhorn und das Flüela Wisshorn. "Es gibt dort einen Thomas-Mann-Wanderweg. Der führt übrigens auch an jenem Sanatorium vorbei, das der Schriftsteller in seinem Roman ,Der Zauberberg' beschreibt", weiß Michael Grosse.

Theaterboss Michael Grosse (Foto, li.) sagt es mit dieser Geste bei seinen Heine-Abenden: Kein Theater in den nächsten sechs Wochen! Musikdirektor Mihkel Kütson ruht sich zunächst zu Hause aus, bevor er nach Kroatien reist. FOTO: Stutte/KN

In der zweiten Hälfte der Theaterferien wird sich Grosse nach Norden aufmachen. Am Landestheater Schleswig-Holstein hat er vor seiner Zeit in Krefeld/Mönchengladbach als Intendant gewirkt. "In Schleswig bin ich zu einer Lesung eingeladen, dazu gehören auch Texte des Theaterkritikers Alfred Kerr", erzählt der 54-jährige ausgebildete Schauspieler aus Berlin.

Die Viererserie des letzten Sinfoniekonzerts, dazu bereits die ersten Proben für die Verdi-Oper "Ein Maskenball" - die letzten Tage vor dem Beginn der Theaterferien waren für den Generalmusikdirektor am Stadttheater noch mal richtig anstrengend. "Es geht volle Pulle bis zum Schluss", stöhnt Mihkel Kütson und freut sich schon auf den Urlaub. Sechs Wochen arbeitsfreie Zeit stehen an. Da wollen wir gern wissen: Was sind die Pläne? - "Erst mal zu Hause ausruhen, aus dem Trubel raus", verrät der 43-jährige Este und meint mit "zu Hause" Mönchengladbach. In seine Heimat Estland, seine Heimatstadt Tallin ziehe ihn in diesem Sommer nichts. Und er hat auch keine Verpflichtungen zu Gastdirigaten angenommen, wie eigentlich immer, seit er in Deutschland Karriere macht. Stattdessen ist diesmal ein Urlaub in Kroatien gebucht: "Das Meer ruft, das liegt mir im Blut. Die Weite, die Leere, die Ruhe. Ich werde mit einer Gruppe einen Segeltörn machen", sagt Mihkel Kütson voller Vorfreude. Und fügt an: "Wenn der Kopf leer ist, dann kommen irgendwann auch die Gedanken und Pläne für die nächste Zeit." Aber das kann der Generalmusikdirektor - zurzeit jedenfalls - seelenruhig erwarten: "Ich weiß ja ganz genau: Nach den Ferien geht's gleich wieder mit Volldampf los." - Wir wünschen jedenfalls beste Erholung!

Quelle: RP
 
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