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Mönchengladbach
Interkulturelles Kinder-Festival in Rheydt begeistert Jung und Alt

Mönchengladbach. Hüpfburg, Dosenwerfen, Glücksrad, Sackhüpfen und andere Spielstände waren aufgebaut - und warteten nur darauf, von Kindern getestet zu werden. Auch das Angebot an Kuchen, Frozen Yoghurt, Fleischspießen, Getränken und anderen Spezialitäten war groß genug, damit die Besucher wohlgenährt das Bühnenprogramm verfolgen konnten. Das bestand vor allem aus Tanz- und Gesangseinlagen der Tanzgruppe Rag-tag, die von Susan Basibüyük geleitet wird, die auch kräftig bei der Organisation mithalf. Von Erik Acker

Zusammen mit den zahlreichen Mitgliedern der Tanzgruppe organisierte der Niederrheinische Türkisch-Deutsche Freundschaftsverein wie jedes Jahr das Festival. Roderich Busch und Julian Kamphausen, Mitglieder im Christlichen Verein Junger Menschen in Rheydt-Mitte, sagten, dass das Fest sehr gut angenommen werde und jedes Jahr auch Leute vom ganzen Niederrhein den Weg nach Rheydt fänden. "Obwohl das Wetter nicht so mitspielt, sind doch noch mehr gekommen als in den Jahren zuvor", erzählten die beiden, die selbst einen Bogenschießstand aufgebaut hatten. "Das war auch das Ziel, als man sich überlegte, aus dem Deutsch-Türkischen Fest ein Fest für Gladbacher aus allen Ländern der Welt zu machen", sagte Bünyamin Basibüyük, Vorsitzender des Vereins.

Die tiefere Bedeutung des Kinder- und Jugendfestes: Nach dem Ende des Osmanischen Reiches wurde unter der Herrschaft Atatürks die moderne türkische Republik gegründet. Am Eröffnungstag des ersten türkischen Parlaments schlug dieser in seiner Rede vor, den Tag den Kindern und Jugendlichen zu widmen. Nach Auffassung Atatürks liegt die Zukunft in deren Händen. Dieses Motto fand sich dann vor allem in den aufgeführten Tänzen wieder, bei denen fast 200 Jungen, Mädchen und Jugendliche mitwirkten, sowie in einem "Länder-Medley" mit Tanzeinlagen, die verschiedenste Weltregionen vorstellten.

"Für Kinder ist das Fest interessanter geworden, weil wir jetzt mehr Angebote und Stände haben", sagte Neckma de Silva, die selbst bei Rag-tag mittanzt. Emely Yildiz, die schon zum zweiten Mal beim Festival war, freute sich aber vor allem auf das gute Essen. Bünyamin Basibüyük sagte, dass man sich an den Kindern, die bei Rag-tag mittanzen, ein Beispiel nehmen solle. "Denn diese Kinder haben ihre Wurzeln alle in unterschiedlichen Teilen der Welt und schaffen es, konfliktlos solche Projekte zu meistern". Das empfand auch OB Hans Wilhelm Reiners so: "Es freut mich, dass Mönchengladbach eine so bunte Stadt ist."

Quelle: RP
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