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Mönchengladbach
Internetseite für Flüchtlinge und Helfer

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: RP
Mönchengladbach. Wie kommen meine Sachspenden garantiert bei den Flüchtlingen an? An wen wende ich mich, wenn ich Wohnraum zur Verfügung stellen möchte? Fragen wie diese und viele weitere werden auf einer neuen Website beantwortet. Von Inge Schnettler

Karibu! Siyakwamukela! Wilujeng! Bienvenido! Bem-vindo! Bienvenue! Welcome! Willkommen! Jeder Nutzer der neuen Internetseite www.asyl-in-moenchengladbach.de wird in seiner eigenen Sprache willkommen geheißen. Seit März arbeiten Markus Offermann vom SKM Rheydt, der außerdem den Runden Tisch Flüchtlinge in Mönchengladbach moderiert, und Linus Bahun, engagierter Bürger vom Büro für visuelle Kommunikation +Bahun Design, an dem Auftritt. "Die Seite wird nie fertig werden", sagt Markus Offermann.

Kann sie auch gar nicht, denn: Ständig werden die Angaben aktualisiert, neue Ansprechpartner eingefügt, die Angebote vervollständigt. "Sehr viele Menschen bieten über die Seite ihre Hilfe an, wir haben alle Hände voll zu tun, ihnen zu antworten und die Angebote zu koordinieren", sagt Markus Offermann. "Es gibt bisher niemanden bei der Verwaltung, der offiziell die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe bündelt und lenkt."

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Die Internetseite spricht sowohl Flüchtlinge als auch ehrenamtliche Helfer an. Asylsuchende erhalten eine Übersicht über die Angebote in dem Stadtteil, in dem sie untergebracht sind. Das sind Informationsveranstaltungen, sportliche Aktivitäten, gemeinsames Lernen, Musizieren, Gärtnern und Essen, selbstverständlich Aktionen für Kinder. Fragen, die alle Flüchtlinge beschäftigen, werden beantwortet. Wie läuft ein Asylverfahren ab? Wo kann ich Deutsch lernen? An wen wende ich mich, wenn mein Kind krank ist? Wo bekomme ich Kleidung und Schuhe?

Ehrenamtler und zukünftige Helfer finden Antworten auf ihre Fragen, und sie haben die Möglichkeit, auf der Seite ihre Hilfs- und Unterstützungsangebote zu hinterlassen. Für alle Belange werden Kontakte angegeben. Beispiel: Ein Privatmensch will Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. An wen wendet er sich? Ein Klick auf die Seite verrät ihm, das Sozialamt ist zuständig. Kontakt: soziales@moenchengladbach.de.

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Anderes Beispiel: Jemand hat Kleidungsstücke abzugeben. Wie ist gewährleistet, dass die Spende auch tatsächlich den Flüchtlingen zugutekommt? Antwort - auf der Seite nachzulesen: Nach der Ankunft in Mönchengladbach bekommen alle Asylbewerber einen Berechtigungsschein für die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes. Darüber hinaus können sie günstig Kleidung aus zweiter Hand erwerben - in den Hephata-Shops, beim Volksverein und im Mehrgenerationenhaus des Paritätischen.

Das Dialogportal hat die Adresse www.asyl-in-moenchengladbach.de. Ansprechpartner ist Markus Offermann, SKM Rheydt, Telefon 02166 13097-46, E-Mail: redaktion@asyl-in-moenchengladbach.de.

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Quelle: RP
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