| 14.46 Uhr

Mönchengladbach
Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an

Mönchengladbach/ Viersen. Am Sonntagmorgen ist ein 73-jähriger Jäger von einem 19-jährigen Jagdfreund im Gladbacher Stadtteil Kothausen angeschossen worden. Der Senior wurde am Knie schwer verletzt und wird operiert.  Von Dieter Weber

Gegen 10 Uhr am Sonntagmorgen kam es zu dem schweren Jagdunfall. Wie die Polizei berichtet, waren sechs Jäger an der Fuchsjagd beteiligt. Sie hatten einen Fuchs in eine Strohmiete getrieben und diese umstellt.

Der Jagdhund eines 73-Jährigen wurde in die Miete geschickt, um den Fuchs aufzustöbern und aus dem Verstreck zu treiben. Dies gelang auch. Der 19-Jährige schoss und traf seinen Jagdfreund am Knie. Der Senior wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der 19-jährige Schütze habe alle erforderlichen Qualifikationen, um an einer Jagd teilzunehmen: Er hat den Jagdschein gemacht, besitzt einen Waffenschein und eine legitimierte Waffe.

Erfahrene Jäger bezeichnen die Treibjagd auf einen Fuchs als besonders schwierig, weil das Tier sehr schnell ist und seinen Standort bei der Flucht oft verändert. Deshalb sind es in der Regel erfahrene Jäger, die sich daran beteiligen. Das Vorgehen, den Ort, in dem sich der Fuchs versteckt, zu umstellen, ist dabei das richtige Vorgehen. Dann gilt es aber, viel Übersicht zu bewahren und immer die Jagdfreunde im Blick zu behalten, bevor ein Schuss abgegeben wird.

"Wenn die Situation unübersichtlich ist, sollte man lieber nicht schießen und den Fuchs laufen lassen", sagte ein erfahrener Mönchengladbacher Jäger unserer Redaktion. Es könne sein, dass dem 19-Jährigen aus Unerfahrenheit diese Übersicht gefehlt hat. 

Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.