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Mönchengladbach
Jecke Reitercorps im sportlichen Wettstreit

Mönchengladbach. Sie tragen bunte Reitjacken, galoppieren mit einem Holzschwert in der Hand einem Galgen entgegen und versuchen dort, einen hölzernen Ring aufzuspießen. Klingt nach Ritterturnier, ist aber das Ringstechen der Großen Rheydter Prinzengarde, ein sportliches Treffen der karnevalistischen Reitercorps aus Gladbach, Düsseldorf und Köln. "Wir machen das seit acht Jahren, und es wird immer beliebter", sagt Ulli Leuchter, der das Turnier mit Wilfried Neumann organisiert. Von Christian Lingen

Während die Reitercorps aus Rheydt und Gladbach, das Amazonencorps Düsseldorf und die Prinzengarde Blau-Weiß Düsseldorf mit je einem Team antraten, reisten die Kölner Altstädter mit zwei Mannschaften an. Damit reichte es am Ende zum Sieg. In der Reithalle Klinken ging es im rasanten Galopp dem Holzring entgegen. Für die Prinzengarde der Stadt trat Adjutantin Barbara Gersmann als eine von vier Reitern an. Auf dem Rücken der Pferde hat sie zwar viel Erfahrung, doch das hilft beim Ringstechen nicht immer. Sie spießte nicht jeden Ring auf und so reichte es nicht für eine vordere Platzierung.

Mehr Glück hatte Altstädter Willi Wilden. Seinem Team gelang es, den Mannschaftspreis abzuräumen. Die beste Einzelleistung schaffte aber Heike Schnitzer, eine Düsseldorfer Amazone. Wer die sportliche Rivalität zwischen den beiden Städten kennt, der weiß, dass sie auch beim Ringstechen ausgelebt wurde. Die Reitercorps aus Rheydt und Gladbach hatten bei der achten Auflage des Turniers keine Chance.

"Natürlich geht es hier auch um den sportlichen Erfolg. Das ist aber zweitrangig. Das Ringstechen ist wie eine Familienfeier. Es ist eine gute Gelegenheit, sich einmal zu treffen. Sonst sieht man sich ja nur im Karneval", so Leuchter. Und so standen Düsseldorfer und Kölner zusammen und tranken mit Rheydtern und Gladbachern ein Pils. Das nächste Mal präsentieren sich die Reitercorps der Großen Rheydter Prinzengarde und der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach bei der Prinzenquadrille. Dann reiten sie zu Ehren der großen und kleinen Tollitäten eine Dressurformation.

Quelle: RP
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