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Mönchengladbach
Jede Menge Kunsthandwerk im Schloss Rheydt

Mönchengladbach: Jede Menge Kunsthandwerk im Schloss Rheydt
Kunst und Handwerk im Advent im Schloss Rheydt: Die Figuren werden in der Werkstatt von Monika Seidel und Antje Kollmann gefertigt. FOTO: ISabella Raupold
Mönchengladbach. "Kunst und Handwerk im Advent" hat am Wochenende zahlreiche Besucher nach Schloss Rheydt gelockt. Mehr als 60 Aussteller aus den unterschiedlichsten Sparten präsentierten ihre künstlerischen und kunsthandwerklichen Unikate sowie kulinarischen Erzeugnisse. Die gesamte Schlossanlage inklusive Museum verwandelte sich in eine Ausstellungsfläche: Zwischen den Vitrinen mit historischen Dokumenten, Schwertern und künstlerischen Holzobjekten fanden sich nun auch Seidenschals, Glasschmuck und Origami-Bücher. Neben klassischem Kunsthandwerk gab es auch verrückte Dinge zu entdecken: So zum Beispiel die Ketten und Schals der Upcycling-Künstlerin Francisca Hennemann, die sie aus alten Industriekunststoffen fertigt. Ein besonderer Hingucker war ein aus Telefon-Tasten gefertigter Buchstaben-Schal. Karin Thull ließ sich beim Arbeiten in ihrem Münzsägewerk sogar über die Schulter schauen: Sorgfältig sägt sie mit einer 0,2 Millimeter feinen Säge aus einzelnen Münzen den Hintergrund heraus, so dass ganz besondere Schmuckstücke entstehen. Von Sophia Firgau

Auch Ingrid Golz gewährte interessierten Besuchern tiefe Einblicke in den Entstehungsprozess ihrer Papierskulpturen: Das Papier schöpft sie selbst aus sogenanntem taugeröstetem Flachs. Für dieses Verfahren wird taufeuchter Flachs wiederholt in der Sonne getrocknet und anschließend mit Wasser zu einem Brei - der Flachspulpe - verarbeitet, aus der Golz Papierbögen schöpft, in die sie Peddigrohr und andere Materialien einarbeitet. Durch den Trocknungsprozess schrumpft der Flachs und die eingearbeiteten Fasern beeinflussen die Form der organisch wirkenden Papierkörper. Für den Adventsmarkt setzte Golz diese mit Hilfe von Licht künstlerisch in Szene, so dass ein interessantes Schattenspiel entstand. Der geschmückte Tannenbaum neben ihrem Stand zeigte, dass sich die Papierskulpturen auch als ungewöhnlicher Baumschmuck sehen lassen können.

Interessante Lichteffekte zeigte auch das Porzellanatelier Claudia Biehne und Stefan Passig: In flüssiges Porzellan eingefügte Blütenblätter und Stoffe hinterlassen nach dem Verbrennungsprozess ungewöhnliche durchscheinende Strukturen. An weiteren Ständen ließen sich Aprikosen-Honigwein, Granatapfel-Essig und Mohnsenf probieren. Nach dem Stöbern und Staunen lud der weihnachtlich geschmückte Arkadenhof mit kulinarischen Angeboten zum weiteren Verweilen ein.

Quelle: RP
 
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