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Mönchengladbach
Jeden Morgen ein anderer Arbeitsplatz

Mönchengladbach: Jeden Morgen ein anderer Arbeitsplatz
Unternehmenssprecherin Anke Wolff und Architekt Iñigo Ochoa führten gestern durch den neuen Gebäudekomplex im Nordpark. Dieser wird auch bei der Expo Real (siehe unten) ein Aushängeschild sein. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Der Santander-Neubau im Nordpark ist so konzipiert, dass es keine festen Sitzplätze gibt. Stattdessen finden sich "Chill-out-Zonen", "Think Tanks" und ein Telepräsenzraum - moderner geht's nicht. Die ersten 200 Mitarbeiter sind schon eingezogen. Von Angela Rietdorf

Architekt Iñigo Ochoa ist stolz auf das neue Gebäude. Offen, transparent und kommunikationsfördernd seien die Räume, hell, lichtdurchflutet, funktionell und flexibel einsetzbar. Der Neubau für die internen Konzerngesellschaften von Santander in Deutschland ist fertig, die ersten 200 Mitarbeiter sind eingezogen. Ende des Jahres sollen es insgesamt 1500 Menschen sein, die hier für Santander arbeiten. Allerdings nicht im Kundengeschäft, sondern eher als Dienstleister für den Konzern, etwa im IT-Bereich. "Wer hier arbeitet, kommt eher in Jeans und Pullover, nicht im Anzug", sagt Sprecherin Anke Wolff.

Das Konzept hinter der Architektur ist inzwischen bei vielen internationalen Firmen hip: Die Mitarbeiter haben keinen eigenen Arbeitsplatz, sondern suchen sich jeden Morgen einen anderen freien Platz. Außerdem gibt es offen angelegte Räume, in denen sich Mitarbeiter mit ihren Laptops hinsetzen und arbeiten können. "Wenn ein Mitarbeiter für zwei Wochen aus Spanien hierher kommt, kann er sich hier im Projektraum einen Platz suchen", sagt Ochoa und weist auf einen Raum mit langen weißen Tischen, verschiebbaren Lamellen und roten und weißen Hockern. Oder in einem der angrenzenden, durch Glasscheiben abgetrennten Büros. Außerdem gibt es Think Tanks, also abgeschlossene Räume für vertrauliche Gespräche, Besprechungsräume, Schulungsräume und so genannte Chill-out-Zonen zur Entspannung, die mit Kaffee- und Getränkeautomaten ausgestattet sind. Faszinierend der Telepräsenzraum: Er sieht in allen Gebäuden der Bank weltweit gleich aus und dient als Raum für Videokonferenzen. "Man glaubt wirklich, man sitzt mit den Kollegen im gleichen Raum", sagt Anke Wolff.

Auch eine Kantine gibt es, in der Küchenchef Josef Dengler wirkt. Er rechnet mit rund 1000 Mittagessen am Tag: "Am Santanderplatz nutzen 75 Prozent der Mitarbeiter das Angebot. Ich gehe hier von ähnlichen Zahlen aus." Es gibt übrigens an beiden Standorten das gleiche Essen. "Es soll keinen Tourismus zu den Mahlzeiten geben", sagt Anke Wolff.

Die Zahlen hinter dem Neubau sind beeindruckend: In der 18-monatigen Bauzeit wurden 13.000 Kubikmeter und 1600 Tonnen Stahl verbaut, um in vier zusammenhängenden Gebäuden 22.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen zu lassen. Gekostet hat das alles 48 Millionen Euro.

Quelle: RP
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