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Mönchengladbach
Jetzt um den Ausbildungsplatz kümmern

Mönchengladbach: Jetzt um den Ausbildungsplatz kümmern
"Internetportale sind gut und wichtig. Sie ersetzen aber nicht eine persönliche Beratung", sagt Guido Lindges, Berufsberater bei der Arbeitsagentur Mönchengladbach. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. In einigen Monaten beginnt das neue Ausbildungsjahr. Wer noch nicht weiß, was er werden möchte, findet bei der Arbeitsagentur Hilfe. Dort sind Berufsberater wie Guido Lindges dabei behilflich, den richtigen Beruf zu finden. Von Christian Lingen

Der Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist gut. Die Zahl der freien Stellen ist höher als im Vorjahr. "Es gibt 2666 Ausbildungsstellen im Agenturbereich", sagt Angela Schoofs, Chefin der Gladbacher Arbeitsagentur. Die Statistik kommt genau zur richtigen Zeit. Denn jetzt ist für viele Jugendliche der Moment gekommen, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. All zu blauäugig sollte man die Sache aber nicht angehen. Bevor die Bewerbungen geschrieben werden, sollten die Jugendlichen genaue Vorstellungen davon haben, welchen Beruf sie erlernen möchten. Helfen kann dabei zum Beispiel Guido Lindges. Er ist Berufsberater bei der Arbeitsagentur Mönchengladbach.

"Internetportale sind gut und wichtig. Sie ersetzen aber nicht eine persönliche Beratung", sagt Guido Lindges. Viele Jugendliche haben falsche oder nur wage Vorstellungen von dem, was sie später einmal werden möchten. "Die Mädchen wollen irgendetwas mit Tieren oder Kindern machen, die Jungs irgendetwas mit Autos", sagt der Berufsberater. Konkrete Berufe nennen nicht alle Jugendliche. Der Experte ist dann als Detektiv gefordert. Er sondiert die Interessen, die Stärken und Schwächen der Jugendlichen. Sein Ziel: jedem individuell helfen, einen passenden Beruf mit Perspektive zu finden.

Gerade jetzt ist eine Zeit, in der Guido Lindges gefordert ist. Jugendliche, die im Sommer ihren Schulabschluss machen, sollten sich nämlich genau jetzt um den Ausbildungsplatz kümmern. Deshalb findet vom 7. bis 11. März die Woche der Ausbildung statt.

Bereits in den Jahrgangsstufen acht und neun setzt Guido Lindges an und besucht die Schulen. "Wichtig ist, dass die Schüler ihre Stärken erkennen und wissen, in welcher Branche welcher Abschluss gefordert wird", erklärt er. Um den Jugendlichen vor Ort zu helfen, bietet die Arbeitsagentur in einigen Schulen regelmäßige Schulsprechstunden an. Dort können die Schüler Informationen bekommen und sich konkret beraten lassen. Außerdem setzt der Berufsberater auf die Eltern. Sie sollen ihr Kind bei der Berufsfindung unterstützen. In seiner Arbeit merkt Guido Lindges, dass es Berufe gibt, die bei den Jugendlichen beliebt und unbeliebt sind. Die unbeliebten sind meist solche Berufe, an die viele Jugendliche nicht denken und in denen es nur wenige Auszubildende gibt. Doch genau sie bieten Perspektiven. Berufe im Handwerk haben zudem den Vorteil, sich nach der Gesellenprüfung ständig weiterentwickeln zu können.

Die Schulnoten geben oftmals Aufschluss darüber, welche Berufsfelder geeignet sind. Der Berufsberater empfiehlt den Jugendlichen, Praktika zu machen. Das kann zum Beispiel in den Ferien geschehen. "So lernt man Berufsfelder kennen und merkt, ob sie einem liegen", sagt Lindges. "Wir sagen den Jugendlichen nicht, was sie werden sollen, sondern geben ihnen Hilfe bei der Berufsfindung", sagt Lindges. Wer einen Termin bei einem Berufsberater der Arbeitsagentur haben möchte, kann sich unter 0800 4555500 melden. Auf der Internetseite www.jobboerse.arbeitsagentur.de finden Jugendliche freie Ausbildungsstellen.

Quelle: RP
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