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Mönchengladbach
Junkie muss für neun Monate ins Gefängnis

Mönchengladbach. Das taugt nicht als guter Lebenslauf. "Bereits als 15-Jähriger habe ich angefangen, Drogen zu konsumieren. Ich habe keinen Schulabschluss und keine Ausbildung gemacht", sagte der Gladbacher vor dem Amtsgericht. Nachdem der Staatsanwalt die Vorwürfe verlesen hatte, zeigte sich der 33-Jährige teilgeständig, manchmal widersprüchlich. War er mit den Aussagen der Zeugen nicht einverstanden, verfiel der aus Griechenland stammende Mann in seine Muttersprache. Von Ingrid Krüger

Die meisten Vorwürfe der Anklage hingen mit Drogen zusammen. Bei ihm wurden zwei Wohnungsdurchsuchungen vorgenommen - nicht ohne Erfolg. Einmal entdeckte die Polizei mehrere Päckchen mit Marihuana und ein Gerät, das als Zerkleinerer von Rauschgift benutzt wird. An dem Gerät waren Spuren von Drogen. In einem Fall bezichtigte sich ein Zeuge der Lüge. Er habe falsch ausgesagt, als er den Angeklagten beschuldigte, ihm Betäubungsmittel angeboten und verkauft zu haben. "Das war eine Lüge", sagte der Zeuge. "Ich war in Panik, weil ich meine Schulden bei dem Angeklagten nicht zurückzahlen konnte." Das geliehene Geld sei auch nicht für Drogen, sondern für Spielschulden bestimmt gewesen.

Einen weiteren Fall gab der Angeklagte zu. Er soll von einem Konsumenten Geld verlangt und gedroht haben, wenn er das Geld nicht bekäme, würde er der Freundin des Mannes mitteilen, dass ihr Partner Drogen konsumiere. Das wurde als versuchte Nötigung gewertet. Zudem warf ihm die Anklage Körperverletzung vor, die er auch eingestand - er hatte einen Wirt geschlagen, der ihm den Einlass in ein Lokal verwehrte. Das Gericht verurteilte ihn wegen Körperverletzung, versuchter Nötigung und verbotenen Besitzes von Drogen in zwei Fällen zu einer neunmonatigen Haftstrafe mit Bewährung. Er muss 50 Arbeitsstunden leisten und eine Drogentherapie beginnen.

Quelle: RP
 
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